Unvergessliche FlügeWeniger Handgepäck erlaubt - wegen Gegenwind

Die Fluglinie Malaysia Airlines verordnet ihren Passagieren leichtes Gepäck.

Beinahe-Abstürze, Flugkapitäne im Drogenrausch, randalierende Passagiere oder Mitreisende in Schlangenform - es gibt Flüge, die man so schnell nicht vergisst. Eine Auswahl.

"Tut mir leid, Sie können Ihr Handgepäck leider nicht mit an Bord nehmen - wir erwarten Gegenwind." Diese Ansage klingt nach einem frühen Aprilscherz, das Malaysia-Airlines-Flugpersonal meint sie jedoch ernst. Auf der Strecke nach Europa wehe aktuell ein starker Wind, teilt die Fluggesellschaft mit. In der Economy-Klasse dürften Passagiere deshalb vorübergehend nur sieben Kilo Handgepäck mitführen, in der Business und Ersten Klasse 14 Kilogramm.

Die Kapazitätsgrenze der Flugzeuge sei erreicht, weil die Maschinen aus Sicherheitsgründen bereits eine längere Route als üblich nach Europa flögen. Bei Gegenwind verbrauchen die Maschinen zusätzlichen Kraftstoff. Deshalb habe die Airline beschlossen, vorerst die Gepäckmengen zu reduzieren.

Findige Flugreisende könnten nun auf die Idee kommen, die Reiseführer und Duty-Free-Pralinen im Koffer zu verstauen, doch auch beim regulären Gepäck gibt es Probleme: Koffer könnten zwar eingecheckt werden, so Malaysia Airlines, würden aber mit anderen Flügen transportiert und kämen deshalb später am Zielort an.

Beim nächsten Flug fällt die Besatzung bei der Alkohol-Kontrolle durch.

Bild: Fazry Ismail/dpa 5. Januar 2016, 17:132016-01-05 17:13:48 © Süddeutsche.de/dd/kaeb/ihe/sks