Umfrage Welchen Flug vergessen Sie nie?

Heftige Turbulenzen, durchgeknallte Crew, haarsträubende Landung - und der Sitznachbar war auch noch unverschämt. Das mussten Leser auf Flugreisen mitmachen.

August 2014, Rückflug von Sydney nach München über Dubai mit Emirates. Nach dem Abi wollte ich 6 Wochen lang nach Australien und dort meine Freunde besuchen. Die Flüge wurden im Reisebüro gebucht, mit Sitzplatzreservierung am Gang (die zusätzliche Beinfreiheit und die "jederzeit-aufstehen"-Möglichkeit weiß man bei solch langen Flügen zu schätzen!). Erste böse Überraschung: Das mit der Reservierung hatte wohl nur beim ersten der vier Flüge von MUC nach DXB funktioniert... die anderen 16 Stunden von DXB nach SYD durfte ich in der Mitte von 3 Plätzen links im A380 verbringen. Mit Schnarchen links und Kindergeschrei vor mir...herrlich! Immerhin, der Service von Emirates war vorbildlich (auch wenn mir die Ohren nach 8 Harry-Potter-Filmen bei maximaler Lautstärke doch etwas weh taten..). Das wahre kleine "Abenteuer" ereignete sich aber erst bei meiner Heimreise. Da ich dem Reisebüro nicht mehr traute, nahm ich den Check-In selbst in die Hand und machte das ganze Online.. und siehe da, wieder wäre ich nicht am Gang gelandet! Kurzerhand das geregelt und im Flugzeug dann die erste angenehme Überraschung: Ich hatte die ganze Reihe für mich (zum Check-In hatte ich noch nicht gewagt, zu hoffen, dass es so bleiben würde). Business-Feeling in der Holzklasse, auch mal was! In Dubai angekommen hatte ich 3 Stunden Aufenthalt.. viel genug eigentlich, um gemütlich einen Kaffee zu trinken, die Beine zu vertreten und in Ruhe das nächste Gate zu suchen... Denkste! Es fing damit an, dass die Züge, die am Flughafen fahren, kurzerhand ausfielen und so war das mit dem Beine vertreten anschließend überflüssig geworden. Immerhin um meinen Koffer musste ich mich nicht kümmern. Wahrlich schlimm wurde es aber, als die Durchsage "This is the last call for EK... to Munich at Gate X" vor Schrecken fiel mir glatt der Kaffeebecher (mit übrigens falsch geschriebenen Namen... danke an Starbucks, so schwer wäre Dominik nun nicht gewesen...) aus der Hand. Ich sah auf die Uhr, auf mein Ticket und auf eine Uhr am Flughafen, ich hatte dir Uhr doch tatsächlich um eine Stunde zu wenig verstellt! Dabei war ich mir doch sicher, dass ich den Pilot richtig verstanden hatte?! Also einen Sprint quer durchs Terminal hingelegt, total außer Atem am Gate angekommen. Wie sich durch Betrachtung der anderen nicht-arabischen (und das waren nicht sehr viele) Passagiere herausstellte, war ich wohl nicht der einzige, der ein bisschen rennen musste. Nach kurzer Unterhaltung erfuhr ich dann von einem "befreundeten" arabischen Paar, dass der Pilot die Zeit zwar korrekt auf arabisch, jedoch falsch auf englisch durchgegeben hatte. Naaaa dankeschön dafür! Als wir dann aber aus unerklärlichen Gründen fast eine 3/4-Stunde im Flugzeug durch die Gegend fuhren (ach, wir fahren nach München? Schön!), dachte ich mir, dass ich mir das ganze eigentlich sparen hätte können...

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