Unterwegs im Labyrinth der Togian Islands

Die Vielfalt des Lebens vor den Togians ist kaum zu ermessen. Fische und Korallen erstrahlen in dem lichtdurchfluteten Wasser in herrlichen Farben. Die Zahl der Farben und Formen scheint grenzenlos. Hier wiegen sich rosafarbene Fächerkorallen in der Strömung, daneben riesige Felder heller Steinkorallen. Mal sind die Kolonien der winzigen riffbildenden Organismen knallblau, mal rot, mal gelb. Dazwischen gibt es Schwämme, die ihre bizarr anmutenden Formen wie Finger ins Wasser ragen lassen. Bunte Nacktschnecken und Seeanemonen kommen hinzu. Auch Seeschlangen sind zu sehen, etwa vor der kleinen Insel Taupan. Sie sind giftig, ihr Biss kann Menschen nach Stunden oder Tagen töten. Taucher sollten deshalb Abstand halten. Solange sie die Tiere nicht bedrohen, besteht aber kaum die Gefahr für einen Angriff. Auch für Fischfreunde sind die Togians ein Paradies. Kaum zu erkennende Grundeln sitzen auf den Korallen, grüne Papageienfische kreisen auf der Suche nach Fressbarem herum. Anemonenfische warnen mit knurrenden Lauten, wenn man ihrer Behausung zu nahe kommt. Mitunter ziehen nicht enden wollende Schwärme von Jungfischen minutenlang vorbei. An einer anderen Stelle befreien grell gefärbte Putzerfische andere Fische von Parasiten. Taucher und Schnorchler werden von den Fischen kaum als Bedrohung wahrgenommen und bleiben vielfach unbeachtet. Am Boden liegen giftige Steinfische. Hier wie in anderen Riffen gilt: Wer den einmaligen Lebensraum bewahren will, ohne ihn zu beeinträchtigen, fasst nichts an. An einigen Stellen sind jedoch die verheerenden Spuren des Dynamitfischens zu sehen. Über viele Quadratmeter hinweg sind alle Korallen umgeworfen und ausgeblichen. Es dauert Jahre oder Jahrzehnte, bis hier etwas nachwächst.

Bild: Thilo Resenhoeft, dpa-tmn

3. Dezember 2012, 23:45 2012-12-03 23:45:32

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