Der Palmendieb ist die größte an Land lebende Krabbe der Welt. Das urtümlich anmutende Tier mit mächtigen Scheren hat im Lauf der Evolution darauf verzichtet, seinen Hinterleib mit einem Gehäuse zu schützen. Jetzt bietet ein kalkhaltiger Panzer Schutz. Das Tier bringt bis zu fünf Kilogramm auf die Waage. Auf Besucher wirkt es furchteinflößend. Das ging schon den holländischen Kolonialherren und frühen Naturforschern so. Die starken Beine tragen den Krebs bei der Nahrungssuche erstaunlich schnell eine Kokospalme hinauf. Der Palmendieb lebt immer an Land und versteckt sich dort in tiefen Höhlen. Guntu - viele Indonesier haben nur einen Namen - zeigt bei einer Tour in den Wald einige der Löcher, in denen die Krebse leben. Er warnt davor, die Hand hineinzustecken. Nachts kommen die Krebse zum Fressen hervor. Ihren mächtigen Scheren sind Kokosnüsse nicht gewachsen. Deren süßes Fleisch ist die Hauptnahrung der Palmendiebe. Das Fleisch der inzwischen seltenen und geschützten Krebse ist begehrt, was Fallensteller anzieht, sagt Guntu. Die Polizei ermahne Händler, wenn sie sie beim Verkauf der Tiere erwische, sagt Guntu - "aber die Polizei kommt selten hierher". Wie viele Krebse in den Kochtöpfen der Einheimischen enden, weiß niemand. Außer der riesigen Krabbe huschen noch viele kleine Landeinsiedlerkrebse umher.

Der zweite Grund für einen Besuch auf den Togian-Inseln sind die Korallenriffe. Rund 120 Kilometer verschiedener Riffarten gibt es hier, schätzt Elso Martinez. Der spanische Berufstaucher lebt seit zwei Jahren in Indonesien. Auf rund 6000 Tauchstunden bringt er es. Allein von Bomba aus sind 25 Riffe binnen maximal 40 Minuten Bootsfahrt zu erreichen. Einige Riffe reichen bei Ebbe bis nahe an die Wasseroberfläche, so kommen auch Schnorchler ohne Probleme auf ihre Kosten.

Bild: Thilo Resenhoeft, dpa-tmn 3. Dezember 2012, 23:452012-12-03 23:45:32 © Süddeutsche.de/Thilo Resenhoeft,dpa/dgr