Vulkane formten die Togian-Inseln. Einst waren sie dicht bewaldet. Wo die Bäume noch nicht für Palmen abgeholzt wurden, reicht der Wald bis ans felsige Meeresufer. Strände gibt es kaum - auch das begrenzt die Zahl der Hotels. Eines der besten von ihnen ist das "Island Retreat"-Resort in Bomba. Es hat nur zehn Hütten für je zwei Personen. Die Holzhäuser grenzen unmittelbar an den weißen Sandstrand. Von der Hafenstadt Ampana aus sind es rund zwei Stunden Fahrt mit einem schnellen Motorboot. Eine Übernachtung samt Frühstück, Mittag- und Abendessen in dem Retreat kostet rund 30 US-Dollar (etwa 20 Euro) pro Gast. Es gehört seit zwölf Jahren der aus Kalifornien ausgewanderten Anthropologin Sylvie Manley. Sie kam für ihre Studien und blieb. Die Grundlage für die Mahlzeiten wird täglich von Fischern vom Stamm der Bajo geliefert, die in der großen, von drei Seiten geschützten Meeresbucht von Tomini einst als Seenomaden lebten. Die holländischen Kolonialherren hielten sie zur Sesshaftigkeit an - seither siedeln sie in mehreren kleinen Orten auf den labyrinthartig verteilten Inseln. Ihr Leben als Jäger und Sammler haben sie weitgehend beibehalten. Sie stellen Fischen und Tintenfischen nach, sammeln Muscheln und Seegurken. Wer auf die Togians reist, will fast immer zwei Dinge sehen: den Palmendieb (Birgus latro) und die Korallenriffe im kristallklaren Wasser.

Bild: Thilo Resenhoeft, dpa-tmn 3. Dezember 2012, 23:452012-12-03 23:45:32 © Süddeutsche.de/Thilo Resenhoeft,dpa/dgr