Wie kann ein Kind einen Flugzeugabsturz wie vor den Komoren überleben? Ein Wunder, das kein Einzelfall ist - und manchmal kommt es auf den Sitzplatz an.
"Ein Wunder", nannte es der komorische Regierungssprecher Abdourahim Said Bacar am Dienstag. Nach dem bisherigen Stand hat nur die 14-jährige Bahia Bakari aus Marseille den Absturz des Airbus A310 im Indischen Ozean überlebt.
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"Sie hörte Stimmen, als sie im Wasser trieb", sagte ihr Vater Kassim Bakari einem Fernsehsender. Er telefonierte mit seiner Tochter, die in einem Krankenhaus auf den Komoren liegt, Bahia erzählte: "Papa, wir sind ins Wasser gefallen. Ich habe Leute sprechen gehört. Doch ich habe niemanden gesehen. Um mich herum war alles schwarz."
Das Mädchen berichtete, sie sei aus dem Flugzeug geschleudert worden und mitten in der Nacht hilflos im Ozean getrieben, sie klammerte sich an ein Wrackteil. Seine Tochter habe kaum schwimmen können, sagte Bakari dem französischen Radiosender RTL; wahrscheinlich habe sie eine Rettungsweste getragen.
Das französische und amerikanische Militär sucht das Absturzgebiet noch mit Flugzeugen, Schiffen und Tauchern ab. Doch die Chancen, dass weitere Überlebende gefunden werden, wird von Experten als äußerst gering eingeschätzt. An Bord der Maschine waren 153 Menschen.
Noch ist die Ursache des Unglücks unklar. Laut dem französischen Verkehrsstaatssekretär Dominique Bussereau waren zwei Landeversuche gescheitert. Ein Fischer berichtete, das Flugzeug sei ins Trudeln geraten, eine Dorfbewohnerin sprach von Flammen, die aus dem Jet schlugen.
Vor zwei Jahren hatte die französische Luftfahrtbehörde die 19 Jahre alte Maschine untersucht und Mängel aufgedeckt. Die komorische Gemeinde in Marseille erhob schwere Vorwürfe gegen die Fluggesellschaft Yemenia Air und die Behörden, die trotz Sicherheitsmängel nichts unternommen hätten.
Kinder, die einen Absturz überlebten
Das "Wunder" des überlebenden Mädchens wurde weltweit gefeiert. Tatsächlich stellt sich die Frage, wie ein einziger Passagier das Unglück überleben konnte - noch dazu ein Kind. Dabei kommt es immer wieder vor, dass gerade Kinder und Babys den Aufprall einer Maschine überleben.
1997 überstanden ein einjähriger Junge aus Thailand und ein vierjähriger Vietnamese als einzige den Absturz einer Vietnam-Airlines-Maschine bei Phnom Penh (Kambodscha). 1987 überlebte ein vierjähriges Mädchen den Crash einer MD-80 der Northwest Airlines bei Detroit - als einzige von 157 Passagieren.
Beim Absturz einer Boeing 737 der Sudan Airways an der Küste des Rote Meeres starben 116 Menschen, als einziger überlebte der dreijährige Mohammed el Fateh Osman. Haben Kinder bessere Chancen bei solchen Katastrophen?
Ed Galea, Experte für Flugsicherheit an der Universität Greenwich, kann diese These nicht belegen. Er vermutet zwar, dass es eine Rolle spielen könnte, wenn Eltern ihre Kinder auf dem Schoß sitzen lassen. "Es gibt Gründe zu der Annahme, dass der Beckengurt in Flugzeugen mehr Verletzungen verursacht, als er zu verhindern vermag", sagte Galea der britischen Zeitung Independent. Beweise für bessere Chancen von Kindern bei Flugzeugabstürzen gibt es bislang nicht.
Galea vermutet, dass Fälle, bei denen Kinder Flugzeugabstürze überleben, von den Medien mehr beachtet werden.
Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, eine Bruchlandung oder eine Notwasserung zu überleben, unabhängig vom Alter der Betroffenen erstaunlich hoch.
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mint4000: dumm nur, dass man bei einem Flugzeigabsturz eher nicht an gebrochenen Knochen stirbt, sondern eher an Verletzungenen der inneren Organe, an Schädelhirntraumata oder an schwerwiegenden Blutverlusten durch schlimme äußere Verletzungen.....
Schon mal was davon gehört, dass Kinder wegen des Wachstums weichere und damit flexiblere Knochen haben, als Erwachsene?
Irgendwann wird nochmal im internet stehen, dass man tatsächlich ein- und ausatmen muss, um zu überleben. Unglaublich. Also, Internet aus, Kopf an!
Lasst uns sparen, koste es was es will. Sollte ich mich irren, bitte ich um Widerspruch. Aber wurde nicht vor einigen Jahren unter anderem durch Verfahrensänderung am Reparaturservice gespart?
Von wichtigen Instrumenten sind in einem "Flieger" zumeist drei vorhanden. Fällt eines aus, entscheidet die Mehrheit (zwei). Bei nächst möglicher Gelegenheit wurde das defekte ersetzt. Nicht bei der nächsten Inspektion!
Diese Sparüberlegung kann man beliebig perfektionieren und je weniger Geld vom Passagier verlangt wird, destoweniger Ersatzteile auf Lager, desto schlechtere Ausbildung der Piloten, desto weniger Sicherheit. Keine Frage!
Nur abgesehen von dem Wartungszustand, warum denn drei Landeversuche? Hat den keiner das Pidgininglish verstanden?
Wie immer, fehlen bei der Berichterstattung wesentliche Details und alle sind auf Vermutungen angewiesen.
Also zwingend von der IATA oder sonstwem vorschreiben: Notrufsendung per Knopfdruck oder Automatik über Satellit mit Position und technischen Daten und ggf Stimmübertragung des Piloten. Dann können die zwei "Drahtrecorder" ruhig absaufen.
Vergleichbares gibt es längst bei der Christlichen Seefahrt, es sei denn, es ist so ein verkommener Baluba-Rostkahn oder ein "Flieger" von der "Never come back Airline".
Es gibt viel zu tun, - waren wir es ab...
Ein Hemingway wird nicht durch läppische Flugzeugabstürze getötet!