Trevi-Brunnen in Rom Raubzug mit Angeln

Die Münzen aus dem Trevi-Brunnen in Rom werden von der Stadtverwaltung eingesammelt und einem guten Zweck zugeführt. Zwei Männer wollten einen Anteil daran haben und warfen ihre Angeln aus.

Von früh bis spät kann man es beobachten: Touristen in Rom stellen sich mit dem Rücken zum Trevi-Brunnen auf und werfen eine Münze mit der linken Hand über die rechte Schulter ins Becken. Der Brauch soll Glück bringen und sicherstellen, dass man auf jeden Fall in die italienische Hauptstadt zurückkehren wird. Am Ende des Tages bedecken die Münzen nicht selten den Boden des Brunnens. Das freut vor allem die Caritas. Der kirchlichen Organisation kommt das von der römischen Stadtverwaltung eingesammelte Geld zugute.

Schon viele sind der Versuchung erlegen, mit einem beherzten Griff ins Wasser Beute zu machen. Zwei Obdachlose wollten sich nicht die Hände nass machen und setzen Hilfsmittel ein: Sie bastelten Magnete an ihre ausziehbaren Angeln und zogen diese durchs Wasser.

Auf diese Weise ergatterten die zwei Männer Dutzende Euros. Weit kamen sie damit nicht: Die Polizei erwischte die Münzräuber, als sie gerade dabei waren, das Geld zu zählen. Sie wurden wegen Diebstahls festgenommen.

Der Brunnen im Zentrum Roms ist berühmt durch die Bade-Szene der Leinwandschönen Anita Ekberg in Federico Fellinis Film "Das süße Leben" von 1960. Sein Wasser ist auch immer wieder mal das Ziel von Farbanschlägen.