Sydney ist bunt, das Meer ist nah, das Opera House ist schön, die Leute sind offen, der Caffè Latte ist gut, und die Frau im Café begrüßt einen schon nach zwei Tagen wie einen alten Bekannten. Port Jackson, der Hafen von Sydney, ist der größte Naturhafen der Welt - mit einer Fläche von 50 Quadratkilometern und 19 Kilometern Länge.

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Auf dem Stadtgebiet befinden sich mehr als 70 verschiedene Strände, darunter die weltbekannten und besonders bei Surfern beliebten Bondi Beach und Manly Beach. Gut, wenn man zum Bondi Beach kommt, ist man zunächst ein bisschen enttäuscht; er wirkt so klein. Aber wenn man dann mit Surfern spricht, die einem sagen, dass das Wasser und der Wind so toll sind, und der Sonnenauf- und Untergang und die Stimmung sowieso, und dieses und jenes, was man nicht auf den ersten Blick sieht, dann glaubt man es: Bondi Beach ist etwas Besonderes.

Sydney ist mit 3,87 Millionen Einwohnern die größte Stadt Australiens; bereits vor knapp 100 Jahren lebten dort mehr als eine Million Menschen. In den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden, befeuert durch einen wirtschaftlichen Aufschwung, im Central Business District zwischen den alten viktorianischen Gebäuden zahlreiche Hochhäuser. Das muss man nicht schön finden. Die viktorianischen Gebäude - etwa das Parliament House, das zwischen 1811 und 1816 gebaut wurde, und die St. James Kirche von 1819 - werden ein bisschen erdrückt.

Das Opera House ist dem Entfalten einer Orange nachempfunden - sagte sein Erbauer Jørn Utzon. Die meisten empfinden das Opera House eher als muschelförmig. In jedem Fall ist es das Wahrzeichen Sydneys. Das Gebäude umfasst eine Konzerthalle, einen Opernsaal und zwei Theatersäle sowie Restaurants, Bars und ein Kino. 2007 wurde das Opernhaus, mit dessen Bau 1959 begonnen worden war, von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.

Nach einer Volkszählung von 2006 sind 31,7 Prozent der Einwohner Sydneys außerhalb Australiens geboren, Stadtteile und Vororte sind multikulturell geprägt. Die italienischen Einwanderer und ihre Nachkommen wohnen in Leichhardt, Haberfield und Five Dock, die Griechen in Earlwood und Marrickville, die Libanesen in Lakemba und Bankstown, die Koreaner in Campsie und Strathfield, die Iren und Neuseeländer in Bondi, die Inder in Westmead und Parramatta, die Chinesen in Hurstville, Chatswood und Haymarket. Wer durch Sydneys Chinatown marschiert, wird angesprochen - von den vielen emsigen Besitzern der chinesischen Restaurants.

Sydney hat eine alternative Theaterszene. In Pubs und Nachtclubs finden Kabarett-Veranstaltungen statt, auch Komödien. Das Nachtleben ist kein schwarzes Loch.

Das Beste an Sydney? Fast alles.

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(sueddeutsche.de/dd)