Die Reaktionen seien durchweg positiv. "Das interessiert Schulklassen, Studenten, aber auch ältere Teilnehmer, bis hin zur Oma, die einen Eindruck bekommen will, was ihr Enkel tut", so Siegl.
Street Art an der Tate Gallery in London (© Foto: AFP)
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Das schlichte Selbstverständnis "the medium is the message" ist Vergangenheit. Street Art wird heute diskutiert und frequentiert. Neben den ursprünglichen Pflaster- und Fassadenmalereien bebildern Poster, Sticker und Cut-Outs (ausgeschnittene Papierbilder) sowie Pochoirs und Stencils (Schablonengraffiti) die Straßen. Selbst Taxifahrer in Bethlehem fahren statt zu den biblischen Pilgerstätten inoffizielle Banksytouren.
"Street Art macht definitiv eine Stadt aus, jedes Bild, jeder Tag ist markant. Vielleicht erkennen das zu wenige", meint Sebastian Pohl. Gerade in Deutschland gäbe es zu viele Restriktionen, Street Art werde nach wie vor als Sachbeschädigung geahndet. "Istanbul, Prag oder London sind da wesentlich toleranter und erkennen die Aufwertung." In deutschen Innenstädten würden viele Arbeiten übersehen, wenn kein Stadtführer auf sie hinweise.
Das soll sich ändern. Selbst für Idealisten, die sich gegen organisierte Bezahl-Touren sträuben, wird touristisch gesorgt. Der "Urban Illustration Street Art City Guide Berlin" listet allein mehr als 500 Orte auf. Loslaufen, entdecken und hinsehen darf man hier noch alleine.
Lesen Sie hierzu Berichte in der Süddeutschen Zeitung.
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(SZ vom 18.3.2010/dd)
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