Note "Mangelhaft" für Ryanair, Easyjet, Germanwings und Condor: Wie Dumping-Fluglinien ihre Preisangaben verschleiern - trotz der EU-Transparenzvorgaben.
Trotz der neuen EU-Vorgaben zur Transparenz tricksen viele Fluglinien immer noch bei der Preisangabe. Das bemängelte die Stiftung Warentest in ihrer jüngsten Test-Ausgabe.
(© Foto: AFP)
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Vier von zehn getesteten Fluggesellschaften - Ryanair, Easyjet, Germanwings und Condor - bekamen von den Testern ein "mangelhaft" für ihre Preistransparenz.
Oft seien Versicherungen oder Zusatzangebote wie früheres Einsteigen im Internet voreingestellt. Der Kunde müsse sie extra wegklicken. Versäumt er das, bekomme er am Anfang einen günstigeren Preis angezeigt, als am Ende auf der Rechnung steht.
Laut EU-Verordnung müssen die Gesellschaften seit 1. November bei der Angabe des Ticketpreises alle Steuern und Gebühren auflisten. Die Tester buchten ihre Testflüge im November.
Trotz Preisen, die wegen versteckter Gebühren im Laufe der Buchung in die Höhe schnellen, sind die Billigflieger laut Test aber auch wirklich günstig. Ryanair und Easyjet seien nach wie vor die günstigsten Anbieter der Branche.
Diese Unternehmen bieten demnach einen Durchschnittspreis von 144 beziehungsweise 166 Euro für einen Hin- und Rückflug.
Etwas teurer im Durchschnitt, aber immer noch sehr günstig sind demnach Germanwings (193 Euro) und Tuifly (214 Euro).
Bei Durchschnittspreisen um die 250 Euro für Hin- und Rückflug bieten Air Berlin, British Airways und Lufthansa die besten Ergebnisse bei Information und Buchung.
Teures Storno
Kritik übten die Tester an der Praxis vieler Fluggesellschaften beim Umbuchen oder Stornieren. Wer seinen Flug nicht antreten könne, der habe kaum Möglichkeiten, sein Geld zurückzuerhalten.
Auf vielen Webseiten fehlten klare Informationen zum Stornieren, der Kunde müsse stattdessen eine kostenpflichtige Hotline anrufen. Manche Airlines bestünden für die Rückerstattung auf einen schriftlichen Antrag. Manchmal werde der Antrag erst bearbeitet, nachdem der Flug stattgefunden hat. Ein Teil der Rückerstattung werde außerdem durch Bearbeitungsgebühren aufgefressen.
Schließlich fanden die Tester in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksame Klauseln, mit denen die Airlines die Position der Kunden unerlaubt verschlechtern.
So würden Lufthansa, Air France, British Airways und Iberia beispielsweise immer noch das sogenannte Überkreuzbuchen verhindern, obwohl mehrere Gerichte es als unwirksam einstuften. Dabei buchen Passagiere zwei Flugscheine mit Mindestaufenthaltszeit und benutzen von jedem nur eine Strecke. Trotz aller Kritik weist die Stiftung Warentest aber auch darauf hin: Reisende können immer noch günstig fliegen.
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/odg/bica)
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Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Bei den Billigfliegern wird moniert, dass Dinge wie eine Reiseversicherung voreingestellt sind, die aber mit zwei Klicks entfernt werden kann oder, dass z.B. bei Easyjet ein Gepäckstück voreingestellt ist (welches auch bezahlt werden muss) - ebenfalls, für Leute mit lediglich Handgepäck abwählbar.
Bei jedem normalen Onlineversender wird auch nur sehr spät sichtbar was der totale Preis incl. Versandkosten ist, darüber regt sich auch niemand (zumindest nicht von Stiftung Watschentest oder EU auf). Man unterschreibt doch auch keinen Vertrag ohne sich vorher genau alles durchgelesen zu haben - und wenn doch, dann eben selbst schuld.
Andererseits sollte man sich mal anschauen, was Easyjet am Check-In für das Gepäck verlangt, das ist nämlich auch alles andere als günstig, wer Gepäck aufgeben muss, der sollte das tunlichst zuvor bezahlen.
Was lustigerweise die Stiftung Warentest garnicht interessiert (wen wunderts, dieser Laden ist sowieso alles andere als Objektiv) ist, dass es bei großen Airlines auch oftmals nicht viel besser zu geht. Das Beispiel der LTU ist nun wirklich kein Wunder, da LTU selbst schon immer eine Art "Billigflieger" war, auch vor der Übernahme durch die Air Berlin, aber selbst bei der Lufthansa gibt es durchaus solche Spirenzchen, wie z.B. eine ominöse Servicegebühr in Höhe von ca. 10 (selbst bei Internetbuchungen) die erst gegen Ende des Buchungsvorgangs auftaucht - bucht man über Lufthansa.ch (geht natürlich nur, wenn man eine Adresse in der Schweiz hat) passiert das amüsanterweise nicht. Ebenfalls sind Stornierungen in den günstigsten Tarifen der Lufthansa mit biszu 50 auch ganzschön happig (bei innereuropäischen Flügen ca. die Hälfte des Gesamtpreises)... auch das wird nicht erwähnt.
Ich will hier nciht die Praxis der Billigflieger in Schutz nehmen, ich ärgere mich lediglich darüber, dass der Gesetzgeber das laissez-faire Verhalten mancher Verbraucher mit solchen Gesetzen auch noch unterstützt - das Gesetz war in erster Linie dazu gedacht den Billigfliegern zu verbieten mit Flügen ab 1 oder ähnlichem zu werben. Das hat es erreicht, mehr sollte es auch garnicht sein, denn was käme sonst als nächstes? Das die Billigflieger darauf hinweisen müssen, dass Getränke an Bord ein mittleres Vermögen kosten?
Es sind Dinge wie die hier beschriebenen die mein Vertrauen in die Fluggesellschaften nachhaltig erschüttern. Warum soll eine Airline, die versucht, so zu agieren, nicht auch die Wartung ihrer Flugzeuge entsprechend unseriös gestalten. Aus eigenen Erfahrungen in der Luftfahrtindustrie weiß ich, dass es zwar vorgeschriebene Mindeststandards gibt - bei der Übererfüllung der Mindeststandards aber erhebliche Unterschiede und "Sparpotentiale". Das gleiche gilt für die "Human Resources", also die häufigste Absturzursache: die Piloten.
Und was Mindeststandars und ihre Relation zu entgangenem Umsatz betrifft, braucht man sich nur noch einmal die Beinahekatstrophe der Lufthansa-Maschine in Hamburg in Erinnerung rufen. Alle wussten, dass es einen Orkan gibt. Die einen Maschinen wichen auf andere Flughäfen aus und hatten damit natürlich Zusatzkosten erzeugt. Die Lufthansa wollte unbedingt landen und um ein Haar wären 131 Menschen am Boden zerfetzt worden. Hinterher hieß es von seiten der Lufthansa was man denn wolle, alles war schließlich vorschriftsmäßig, Böen könnten sowieso immer auftreten. Als ob der Orkan nur zufällig auch da war.
Jeder der heute in ein Flugzeug steigt braucht richtig viel Vetrauen. Ich fahre wieder Zug
stockdorfer, nicht die Mitleidsmasche abziehen, sondern ganz einfach eingestehen, daß ihre Freunde unverantwortich gehandelt haben, vielleicht auch nach dem Motto "Schaun wir mal". Auf der Website der LTU steht ganz klar nachzulesen, wieviele Kilos Gepäck mitgenommen werden dürfen. Lesen ist das eine, pokern ist das andere. Manchmal gewinnt man und wenn man verliert, dann sollte man auch dazu stehen.
Freunde flogen am 23.2.09 von München nach Punta Cana in die Dominikanische Republik.
Beim Einchecken für ihrenn LTU-Flug dorthinn hatten Sie 5 KG Übergepäck.
LTU verrechnete dafür 100,--, was 20,-- pro kg bedeutet.
Soe kann man auch "abzocken".
"Bei Durchschnittspreisen um die 250 Euro für Hin- und Rückflug bieten Air Berlin [...] die besten Ergebnisse bei Information und Buchung." Kann ich nicht bestätigen, denn:
Ich habe im Januar einen Flug nach Köln buchen wollen. Nachdem Air Berlin noch eine Idee günstiger war als Germanwings, habe ich den Buchungsvorgang bei Air Berlin vorgenommen. Erst auf der letzten von 4 Seiten kommt ganz am Ende, bevor man auf "verbindlich buchen" klickt, nochmal eine "Servicegebühr" dazu. Habe den Vorgang dann schnellstens abgebrochen und doch bei Germanwings gebucht. Die Verbraucherzentrale konnte mir dann auch bestätigen, dass gegen AB bereits eine Klage deswegen läuft.
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