Städtereisen: New York Mix der Kulturen
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Biegt man um die Ecke, so kann sich das Bild schon wieder komplett ändern. Es riecht nach fremden Welten und anderen Kulturen. Die Geschäfte verkaufen afrikanische Kleidung oder bieten eine ähnliche Gewürzauswahl an wie ein Händler auf einem syrischen Markt. Auf der Fifth Avenue finden sich kleine Cafés und Boutiquen - große Ketten sucht man hier vergeblich.
Stadtgeschichte in Bildern: In der obersten Etage des Brooklyn Museums zeigen Gemälde den Wandel der Stadt.
(Foto: dpa-tmn)Den kulturellen Mix zeigen schon die inoffiziellen Namen einiger Teile Brooklyns: Etwa "Little Odessa", die Heimat von Auswanderern aus der Ukraine und Russland in Brighton Beach. In Crown Heights und Flatbush hat sich die größte westindische Gemeinde außerhalb der Karibik angesiedelt. Orthodoxe und chassidische Juden haben sich in Williamsburg niedergelassen, genau gegenüber von Manhattan. Die strenggläubige Gemeinschaft ist nicht zu übersehen: Frauen, die grundsätzlich eine Kopfbedeckung tragen und in schwarz und weiß gekleidet sind, Männer mit Kippa oder Hut, unter dem die Schläfenlocken hervorschauen. Weiter weg könnte der hektische, von grellen Lichtern überschäumende Times Square nicht sein.
Die Vielfalt der Kulturen macht einen Teil des Charmes von Brooklyn aus. Gerade für noch nicht New-York-gestählte Besucher ist auch angenehm, dass Brooklyn weniger aufgeregt ist als Manhattan. Hier kommt man eher zur Ruhe, hier ist das Leben gemächlicher.
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Dabei hat Brooklyn nicht nur Flair zu bieten, Reisende finden hier auch einige Sehenswürdigkeiten. Der Prospect Park braucht einen Vergleich mit dem Central Park Manhattans nicht zu scheuen, wurde er doch von den gleichen Männern geplant. Kurz nach der Planung des Central Parks bekamen der Landschaftsplaner Calvert Vaux und sein Partner Frederick Law Olmsted den Auftrag, einen Park um den schon bestehenden am Mount Prospect zu gestalten. 1866 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, ein Jahr später wurde der Park schon eröffnet, obwohl die letzten Arbeiten erst 1873 zum Abschluss kamen. In dem 2,4 Quadratkilometer großen Areal kann man im Sommer Konzerte gratis hören und auf dem See rudern.
In der großen Parkanlage liegen der Botanische Garten und das Brooklyn Museum. Das Museum zeigt volkstümliche und moderne Kunst. Eine große Sammlung amerikanischer Künstler ist in der obersten Etage zu sehen. Hier kann man den Wandel der Stadt, die erstmals 1646 urkundlich erwähnt und 1898 in New York eingemeindet wurde, an Gemälden nachvollziehen. Oft gibt es die Möglichkeit, das Museum gratis zu besuchen. Große amerikanische Konzerne ermöglichen an einem Samstag im Monat den freien Eintritt von 17.00 bis 23.00 Uhr. An allen anderen Samstagen schließt das Museum schon um 18.00 Uhr.