X

Anzeige

Marseille ist nicht nur die größte Stadt im Süden Frankreichs, sondern auch die ärmste. Damit und mit den Schlagzeilen über Drogenhandel und mörderische Bandenkriege wollen die Stadtväter Schluss machen. Die Hafenstadt soll besänftigt werden. Das neue Marseille soll bis 2020 fertig sein. Daran arbeiten die renommiertesten Architekten. Wie es aussehen wird? Zum Beispiel wie der 147 Meter hohe Glas- und Betonturm der anglo-irakischen Baumeisterin Zaha Hadid im neuen Hafen. Schick, modern, sauber. Er ist der Sitz der CMA CGM, der drittgrößten Reederei der Welt. Das in den Himmel ragende Bauwerk sieht aus wie ein Victory-Zeichen. Vor wenigen Monaten wurde im neuen Hafen der ehemalige Kornspeicher Le Silo eröffnet. Wo früher Mehl gelagert wurde, werden heute Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen organisiert. Der Blick vom Dachrestaurant im fünften Stock könnte den Stadtplan ersetzen. Rechts das Hadid-Hochhaus, in der Mitte Fähren nach Korsika und Nordafrika, im Rücken die zu einer Einkaufs- und Büromeile umgebauten alten Backsteinspeicher und links futuristische Architektur: die Villa Méditerranée und das MuCEM, die Aushängeschilder von Marseille 2013.

Bild: Der ehemalige Kornspeicher Le Silo.

Bild: Sabine Glaubitz, dpa-tmn 7. November 2012, 10:012012-11-07 10:01:07 © Sabine Glaubitz, dpa/dgr