Immer neue Bahnen und Pisten, immer wieder andere Berge und Perspektiven - in einem Pistenkarussell ist die Abwechslung Programm. sueddeutsche.de stellt sechs Runden in den Alpen vor.
Skicircus Saalbach-Hinterglemm/Leogang
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(© Saalbach-Hinterglemm)
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Die Zahlen sind rekordverdächtig: 18.000 Gästebetten, 200 Kilometer Abfahrten, 55 Lifte und Bahnen, dazu noch fast 50 Hütten und Gasthäuser am Pistenrand - der Skicircus Saalbach-Hinterglemm im Salzburger Land ist ein Skigebiet der Superlative.
Die Pisten
Die Berge über dem Glemmtal sind ein Traum für Wintersportler. Auf rund zwölf Kilometern Länge sind die Hänge links und rechts des Talbodens mit einem dichten Netz an Liften und Pisten überzogen und ermöglichen so eine Skisafari in beide Richtungen. Allerdings: Eine offizielle Skirunde durch den Skicirkus ist nicht markiert. Man kann sie sich aber mit dem Pistenplan gut selbst zusammenstellen und je nach Zeit und Können beliebig lang oder kurz gestalten - oder auch Teilrunden wie rund um Saalbach oder um den Talschluss in Angriff nehmen. Die wahren Stärken des Skicircus liegen allerdings bei den zahlreichen Talabfahrten. Ein Klassiker und höchst anspruchsvoll ist etwa die Nordabfahrt am Schattberg mit dem schmalen Mittelteil und dem breiten Schlusshang. Oder der Zwölferkogel mit der Herren-Abfahrtsstrecke der Alpinen Skiweltmeisterschaften 1991 und der rasanten Nordabfahrt.
Kurze Wege
Die Wege zu den Liften und Bahnen sind kurz, alles kann zu Fuß oder zumindest bequem mit dem Skibus erreicht werden. Die Bahnen, die stündlich mehr als 95.000 Personen bergwärts befördern können, sind auf dem neuesten Stand der Technik. Am schönsten ist eine Skirunde gegen den Uhrzeigersinn, nur so kann man das komplette Tal abfahren. Denn vom Schattberg führt zwar die sieben Kilometer lange Jausernabfahrt nach Vorderglemm - von dort allerdings keine Bahn zurück auf den Schattberg.
Negativ: Zu viel zu schnell
Vor lauter Möglichkeiten gehen viele Skifahrer den Skicircus falsch an und versuchen möglichst schnell, das komplette Gebiet in einem Tag abzufahren. Dabei wird man zwar viele landschaftliche Eindrücke gewinnen, muss aber skifahrerisch aufgrund einiger Schrägfahrten Abstriche machen. Tatsache bleibt aber, dass es einfach faszinierend ist, wie sich die Kulisse etwa bei der Safari vom Asitz über Kohlmaiskopf, Bernkogel und Hochalmspitze zum Spieleckkogel verändert und wie man plötzlich über die überaus großzügigen Skiwiesen der Hochalm gleitet, die anfangs noch in weiter Ferne in der Sonne glänzten.
Die schönste Abfahrt?
Schwer zu beantworten, da es für jede Tageszeit und jeden Schnee die passenden Pisten gibt. Je nach Lust und Laune kann man über die sonnenverwöhnten, eher sanft geneigten, aber nie langweiligen Südhänge carven - besonders großzügig sind die XXL-Skiwiesen bei der Hochalm - oder seine Schwünge in die durchwegs steileren Nordhänge am Schattberg und Zwölferkogel setzen. Das alles wird ergänzt durch wunderschöne Osthänge wie im Seekar beim Zwölferkogel oder durch nachmittags von der Sonne gestreichelte Westhänge wie am Schattberg-West, wo die großzügige Westabfahrt über fünf Kilometer hinunter nach Hinterglemm zieht.
Fazit: Was für ein Zirkus!
Die Runde in Saalbach-Hinterglemm vereint sonnenverwöhnte Genusshänge mit knackigen Pisten wie den Nordabfahrten am Schattberg und am Zwölferkogel. Hinzu kommen die vielen Hütten am Pistenrand, mal groß und Après-Ski tauglich wie die Alte Schmiede am Asitz, dann wieder klein und urig wie die 1717 erbaute Pfefferalm. Und zum Après-Ski geht's in den Goaßstall in Hinterglemm oder auf die Hinterhagalm in Saalbach.
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