Skigebiete in Bayern: InvestitionenEin Tunnel für Tourengeher

Skiorte in den bayerischen Alpen investieren Millionen in Lifte und Infrastruktur - eine Auswahl.

Spitzingsee/Tegernsee

Der Rosskopf ist nicht nur einer der besten Aussichtsgipfel im Oberland, er ist der attraktivste Skiberg im Spitzinggebiet. Schließlich beginnt dort oben die vier Kilometer lange Grünseeabfahrt, die nicht nur die anspruchsvollste Abfahrt am Spitzing ist, sondern auch die schönste. Allein, wer bislang auf den Rosskopf wollte, der musste einiges in Kauf nehmen. Entweder schnallte er sich Tourenski an und stapfte die 500 Höhenmeter vom Parkplatz auf den 1580 Meter hohen Gipfel hinauf - was an sonnigen Tagen eine schweißtreibende Sache ist. Oder er nahm den uralten Tellerlift. Mit seiner extrem steilen und vereisten Trasse war der freilich nur etwas für geübte Skifahrer. Nun ist alles anders - ein funkelnagelneuer Zweiersessellift führt auf den Roßkopf. Mit der Ruhe, die bisher am seinem Gipfel herrschte, dürfte es freilich dahin sein. Der Sessellift schaufelt pro Stunde bis zu 1200 Skifahrer nach oben.

Bild: dapd 9. Dezember 2010, 10:012010-12-09 10:01:43 © SZ vom 9.12.2010/dd