Skifahren in Österreich Das Skigebiet Sölden

Der Rettenbachferner punktet mit sportlichen Gletscherpisten, der benachbarte Tiefenbachferner ist dagegen etwas für Genießer.

(Foto: Stefan Herbke)

Wer in Österreich ein Super-Skigebiet und viel Aprés-Ski sucht, der fährt nach Saalbach, Ischgl oder Sölden.

Von Stefan Herbke

Hier in Sölden beginnt die Partyzeit bereits im Herbst, wenn auf dem Ganzjahresskigebiet Rettenbach- und Tiefenbachferner mit dem ersten Neuschnee die Saison beginnt. Ab Dezember geht es auch im Rest des Skigebietes rund: Dann kommen zu den 30 Kilometer Pisten am Gletscher noch 111 Kilometer zwischen Gaislachkogl, Hochsölden und Schwarzkogl dazu.

Wartezeiten gehören der Vergangenheit an

Die Skischaukel wird ständig verbessert und modernisiert. Seit dem Bau der Verbindungsbahn zum Rettenbachferner sind die Lifte am Gletscher auch im Winter zu erreichen, wenn die Zufahrt auf der Gletscherstraße nicht mehr möglich ist. Damit reicht das Gebiet bis auf eine Höhe von 3.249 Meter. Mit dem Schwarzkogl wurde ein neuer Gipfel erschlossen, der neben einer anspruchsvollen Südabfahrt viel Platz für Varianten bietet.

Die Sechser-Sesselbahn Langegg, die aus dem Rettenbachtal zur Rotkoglhütte führt, sorgt für den reibungslosen Transport bei der Rückkehr vom Gaislachkogl ins Skigebiet Hochsölden. Und ein 168 Meter langer Verbindungstunnel, der von der Bergstation des Karleskogllifts auf den Tiefenbachferner führt, sorgt dafür, dass das Skikarussell unter der Inneren Schwarzen Schneid jetzt wirklich rund läuft.

Von makellosen Hängen direkt in die Skibars

Am Gletscher findet man die anspruchsvolleren Pisten am Rettenbachferner, auf dem die Weltcupläufer für den Winter trainieren, während die weiten und hindernislosen Hänge des Tiefenbachferners Snowboarder und Carver anziehen. Fast perfekt ist das Angebot an Pisten und Varianten zwischen Gaislachkogl und Hochsölden: makellose Hänge zieren die Schneeschüssel zwischen Giggijoch und Rotkoglhütte, überwiegend mittelschwere Abfahrten bietet der 3058 Meter hohe Gaislachkogl und schwarz markiert sind die Talabfahrt vom Giggijoch sowie die Pisten im Wasserkar, am Hainbachjoch und am Schwarzkogl.

Wenn es nachmittags auf den Pisten ruhiger wird, beginnt in Sölden das Leben. Zahlreiche Schirmbars bremsen Snowboarder und Skifahrer auf dem direkten Weg zurück ins Quartier. Feuchtfröhlich endet für viele der Skitag beim Aprés-Ski, etwa bei der Eisbar Bla-Bla oder im S'Iglu, und der anschließenden Tour durch die Kneipen und Bars von Sölden. Auf dem Programm stehen dabei Bierhimml, Ötzi-Keller, Lawine oder der Q-Stall, die Reihenfolge ist dabei beliebig. Die letzten gehen meist erst heim, wenn die ersten bereits wieder auf dem Weg zum Lift sind.

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