Skifahren am Spitzingsee Das Skigebiet am Taubenstein und Stümpfling

Es hat sich viel getan in den letzten Jahren auf den Pisten am Spitzingsee.

(Foto: Alpenbahn Spitzingsee, Heckmair)

Links und rechts des Spitzingsees, am Taubenstein und am Stümpfling, finden Skifahrer und Snowboarder schneesichere Abfahrten und gemütliche Hütten.

Von Stefan Herbke

Der Spitzing zählt zu den beliebtesten bayerischen Skigebieten, wie die an schönen Winterwochenenden überfüllten Parkplätze bereits frühzeitig signalisieren. Besonders die flachen und sonnigen Hänge zwischen Firstalm und Stümpfling sind das Ziel der Skifahrer und Snowboarder.

Jahrelang wurde die Infrastruktur nicht verbessert, doch in den letzten Jahren hat sich viel getan, so dass zumindest die Stümpfling-Seite mit den beiden kuppelbaren Vierersesselbahnen mit Wetterschutzhauben sowie einer neuen Beschneiungsanlage für bayerische Verhältnisse geradezu modern ist. Die beiden Hauptzubringer mit ihren familienfreundlichen Abfahrten ziehen daher auch das Gros der Besucher an.

Mit dem Osthanglift erreicht man die Wiesenkuppe des Stümpfling, von dem man alle Ecken des Skigebietes erreichen kann. Rechts hinunter zieht ein schöner Nordhang zur Firstalm, dem Mittelpunkt des traditionellen Firstalmfaschings am Faschingssonntag.

Nach Westen führt die "Sutten" durch schöne Waldschneisen zur Talstation der Suttenbahn, die auch Gästen aus dem Tegernseer Tal den Zugang zum Spitzinggebiet ermöglicht, nach Osten führt die "Lyra" zurück zum Spitzingsee.

Diese beiden längsten Abfahrten sind auch für Anfänger und Kinder ideal. Anspruchsvoller sind lediglich die steilen Hänge am Rosskopf, auf den seit dem Winter 2010/2011 eine Doppelsesselbahn führt. Besonders lohnend ist die am Rosskopf beginnende Grünseeabfahrt, mit 4 Kilometer die längste und abwechslungsreichste Abfahrt im Skigebiet.

Allein am Taubenstein

Während am Stümpfling viele Menschen und teils leistungsstarke Lifte für Gedränge sorgen, ist man gegenüber am Taubenstein oft allein. Und das, obwohl die Pisten sportlich sind und meist guten Schnee aufweisen. Traditionell beliebt ist der sonnige und breite Telegraphenhang, an dem bereits ein Lift surrte, als von der Taubensteinseilbahn noch keine Rede war. Doch aufgrund des geringen Andrangs wurde das Angebot deutlich eingeschränkt, die Bahnen und Lifte am Taubenstein sind nur noch von Freitag bis Sonntag in Betrieb - sozusagen als Entlastung für das stark frequentierte Stümpfling-Gebiet. Unter der Woche sind die vielen Tourengeher unter sich und nutzen begeistert das Angebot eines lawinensicheren Skigebietes ohne Pistenskifahrer.

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