Der schwergewichtige Mann passte eindeutig nicht in einen schmalen Economy-Flugzeugsitz - und musste zu seinem Ärger für zwei zahlen.
Ein 170-Kilo-Mann hat im Streit um einen zweiten Sitzplatz einen Prozess gegen Air France gewonnen. Die französische Fluggesellschaft hatte 2005 von dem schwergewichtigen Passagier die Zahlung eines zweiten Sitzplatzes verlangt.
Anzeige
Nun müssen Air France und der Reiseveranstalter Go nach dem Urteil eines Gerichts bei Paris dem Mann die 500 Euro für den zweiten Platz zurückerstatten und ihm außerdem 8000 Euro Schmerzensgeld zahlen, hieß es nach Medienberichten.
"Ich bin erleichtert, dass meine Demütigung anerkannt worden ist", sagte der 40-Jährige. Auf dem Flughafen in Delhi hatte ein Angestellter im Jahr 2005 dem Mann vor dem Rückflug nach Paris in aller Öffentlichkeit den Taillenumfang gemessen.
"Das Gericht hat anerkannt, dass die Fluggesellschaft Menschen und keine Gewichtseinheiten transportiert", sagte der Anwalt des Mannes.
Die Gesetzgebung in Frankreich ist in dieser Frage nicht klar. Fluggesellschaften empfehlen lediglich übergewichtigen Passagieren, einen preisreduzierten zweiten Platz zu kaufen.
Die Nationalmannschaft logiert während der EM an einem exklusiven, schnörkeligen Ort. Reise-Beilage zur EM Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/dpa/kaeb)
Protest gegen dritte Startbahn
Träumen, planen, reisen
Wie hier über unsre Dicken gesprochen wird, finde ich gar nicht gut! Das steht dem Schulhofmobbing weder in Schärfe, noch in Niveau nach.
kann ich jetzt den Sitz vor mir mit beanspruchen (ohne Preiserhöhung) und die Rückenlehne nach vorn klappen, weil ich mit 190 cm Körper-Länge nicht in die üblichenTouristenklassen-Sitze passe? Was Dicken recht ist, muss doch Langen billig sein, oder?
... wenn so ein Koloss versucht sich per Frachflugzeug befördern zu lassen. Damit werden ja schliesslich auch Elefanten und Nilpferde problemlos transportiert.
Ich denke ein Frachkontainer für 170kg ist allemal billiger als 2 Economy Sitzplätze.
@gesabert:
Dir ist schon bewusst, dass Fluggesellschaften Schwangere ab einer gewissen Woche nicht mehr mitnehmen, oder?
Nur, so als Anmerkung, wo du das Beispiel bringst.....
Ganz davon abgesehen, dass eine Schwangerschaft ein für die Gesellschaft wichtiges, nichts mit Krankheit zu tun habendes Ereignis ist. Schon bezeichnend, Fettsucht und Schwangerschaft in einem Atemzug zu nennen...
Und ein Skiunfall ist ein plötzlich auftretendes ungewolltes Ereignis, dass nunmal nicht so viel mit dem langen Prozess des Verfettens zu tun hat.
Wenn ich mir im Ski-urlaub die haxen breche, dann bitte ich die Fluggesellschaft auf dem Rückflug auch um Sonderbhandlung, soll heißen Extrawurst. Und wenn ich ne Riesenkugel vor mir herschieb, weil schwanger, will ich auch 'ne Extrawurst.Obwohl ich mir diese Zustände mehr oder weniger ausgesucht habe. Aber so viel Rücksicht erwarte ich von der Gesellschaft und die bring' ich, wenn's mir gerade gut geht, auch anderen entgegen. Auch Dicken, obwohl das schon eine Schande ist, daß man das hier noch extra erwähnen muß!
Paging