Flugreisende in die USA werden künftig bereits vor dem Abflug schärfer kontrolliert. Geheimdienst-Informationen sollen helfen, potentielle Terroristen herauszufiltern.
Wer es als Flugpassagier bis zur Biometrie-Kontrolle auf US-Boden geschafft hat, hat eine Vielzahl von Kontrollen künftig bereits hinter sich - manche von ihnen, ohne es zu wissen. Als Konsequenz aus dem vereitelten Anschlag auf ein Delta-Flugzeug an Weihnachten 2009 kündigte das US-Ministerium für Heimatschutz in Washington ein neues Sicherheitssystem an, das potenziell verdächtige Passagiere bereits im Vorfeld einer USA-Reise gezielt herausfiltern und von dem Flug in die USA abhalten soll.
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Wie Heimatschutzministerin Janet Napolitano mitteilte, sollen die neuen Bestimmungen künftig einen "mehrschichtigen Ring von sichtbaren und unsichtbaren Sicherheitsvorkehrungen" um Flugpassagiere in die USA legen. Ziel sei es, Terroranschläge effektiver und zielgenauer abzuwehren.
"Passagiere von ausländischen Flughäfen mit Ziel USA dürften bereits beim Einchecken und Einsteigen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen und stichprobenartige Kontrollen bemerken", hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. "Dazu zählen die Suche nach Sprengstoffspuren, verbesserte Durchleuchtungstechnologien, Hundestaffeln, Abtasten und andere Vorkehrungen."
Geheimdienst-Informationen und Risikoanalysen
Weitere Kontrollen werden sich unbemerkt von den Passagieren vollziehen. Das neue System sei "viel passgenauer auf Informationen der Geheimdienste und Risikoanalysen zugeschnitten, anstatt alle Reisenden einer bestimmten Nationalität anzuhalten", zitierte die Washington Post einen Regierungsmitarbeiter. Daten von Reisenden wie Name, Herkunft und die zuletzt besuchten Länder sollten automatisch mit Erkenntnissen der Geheimdienste abgeglichen werden.
Die neuen Bestimmungen sollen die pauschale Anweisung zur automatischen Kontrolle von Flugreisenden aus 14 zumeist muslimischen Ländern ersetzen, die nach dem vereitelten Attentat an Weihnachten vorübergehend erlassen worden war. Betroffen von den Extra- Kontrollen waren Fluggäste aus Afghanistan, Algerien, Libanon, Libyen, Irak, Nigeria, Pakistan, Saudi-Arabien, Somalia, Jemen, Kuba, Iran, Sudan und Syrien.
Airlines bekommen Zugang zu Datenbanken
Die neuen Vorkehrungen wurden nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums in Kooperation mit Fluglinien und Regierungen im Ausland erarbeitet. So werden ausländische Fluggesellschaften Zugang zu Datenbanken mit bestimmten geheimdienstlichen Informationen erhalten, um sie mit Passagier-Daten abgleichen zu können. Sie sollen weitgehende Befugnisse erhalten, Passagiere festzuhalten, hieß es im Vorfeld der Bekanntgabe des neuen Systems weiter. Es wird sofort in Kraft treten, die volle Umsetzung aber wohl noch länger dauern.
Die in US-Medien zitierten Beamten bestritten, dass das neue System auf ethnischem oder religiösem "Profiling" beruhe - also auf dem gezielten Herausgreifen von Menschen allein wegen ihrer nationalen oder religiösen Identität. "Das System basiert auf Geheimdiensterkenntnissen", stellte ein Regierungsvertreter gegenüber der New York Times klar.
Den US-Behörden sind "Profiling"-Maßnahmen verboten; nach dem vereitelten Anschlag an Weihnachten wurden freilich Stimmen in der Politik laut, die eine offenere Diskussion über das gesellschaftspolitisch sensible Thema forderten.
Anlass für die Überarbeitung der Sicherheitsvorkehrungen war der Anschlagsversuch des Nigerianers Umar Farouk Abdulmutallab, der an Weihnachten eine Delta-Maschine auf dem Flug von Amsterdam nach Detroit mit Sprengstoff, den er in der Unterhose schmuggelte, in die Luft sprengen wollte. Abdulmutallab wurde an Bord gelassen, obwohl bei den US-Geheimdiensten zuvor Warnungen über mögliche Terrorabsichten eingegangen waren.
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(dpa/AFP/dd)
Träumen, planen, reisen
"Es gilt: Wer sich nichts vorzuwerfen hat, hat kein Problem." - dem ist mitnichten so. Herr Kurnaz hatte sich NICHTS vorzuwerfen und kam ins Folterlager.
Ihr Statement ist widerlegt und damit Schrott.
"Die neuen Vorkehrungen wurden nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums in Kooperation mit Fluglinien und Regierungen im Ausland erarbeitet."
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"Kooperation"??? Wenn man das so nennen will.
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"So werden ausländische Fluggesellschaften ... weitgehende Befugnisse erhalten, Passagiere festzuhalten, "
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Polizeiliche Befugnisse im Ausreisestaat werden von den USA den Fluggesellschaften verliehen????
Und vor all diesem kritiklosen Berichten fordert Herr Prantl noch mehr Pressefreiheit. Sorry, um gleichgeschaltete Meldungen zu verkünden braucht man keine Pressefreiheit.
es wird eher wieder einmal auf Antiamerikanismus gemacht.
Im Übrigen sei gesagt, dass es mit dem ESTA viel schneller durch die Immigration geht. Die einstündigen Wartezeiten sind vorbei, nicht zuletzt dank den Kontrollen bereits vor dem Flug.
Es gilt: Wer sich nichts vorzuwerfen hat, hat kein Problem. Das ist auch in den USA so.
Wer's als lästig empfindet, dem empfehle ich mal eine Einreise auf dem Landweg nach Russland oder in die Ukraine und wieder retour ins Schengengebiet.
Und Angesichts der Vorkommnisse hat die USA sicherlich ein Recht auf Sicherheit. Ich persönlich sitze lieber in einem Flugzeug ohne Sprengstoff und möglichem Attentäter an Bord.
und ich werde das Land meiden. Denn wenn ich mich dort als Tourist bei der Einreise als Bittsteller fühlen muß und mich noch für den einen oder anderen Auslandsbesuch erklären/entschuldigen muß, dann haben die doch kein interesse an Touristen. Darüber lehne ich die Willkür bei der Auslegung der Gesetze ab.
die USA waren mal ein schönes Urlaubsland...
naja also ganz so schlimm ist es nun auch wieder nicht. die amis machen genau das selbe, was sie vorher auch gemacht haben. datenabgleich mit bekannten terroristen und den reisenden. nur eben nicht erst bei einreise, sondern schon bevor der flieger abhebt. und vermutlich wird bei bestimmten nationalitäten zweimal hingeschaut. das machen die übrigens schon seit jahren und nicht erst seit heute. ich war ein paar mal auf bali und hatte somit einreisestempel aus indonesien im pass. das musste ich den zollbeamten bei der einreise in den usa vor ein paar jahren auch schon erklären.
Paging