In einem griechischen Nationalpark versucht man, Tier und Tourist an denselben Stränden zuzulassen - aber die Schildkröten haben so ihre Probleme im Partyrummel.
Das Boot kurvt schon zehn Minuten durch die idyllische Bucht, und noch immer blickt der Kapitän angestrengt auf die Wasseroberfläche, als warte dort Rettung. Zwölf Passagiere starren leicht nervös ebenso ins Ungewisse.
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Auch wenn sie am Anfang winzig ist - die Meeresschildkröte kann kann bis zu 130 Kilo schwer werden. (© Foto: Reuters)
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Dann nimmt die Yacht plötzlich Fahrt auf, rast auf einen Pulk von Barkassen zu. "Hier", schreit der Kapitän, alle Passagiere stürzen in die Mitte des Bootes. Das hat einen Glasboden und macht das Meer zum Aquarium - und direkt unter der Scheibe, im türkisgrünen Wasser, schwebt eine mächtige Schildkröte.
Keine Ruhe für die Schildkröten
Wohl einen Meter lang ist das gefleckte Tier, nach ein paar Sekunden ist es weg. "Sie kommt", schreit der Kapitän, und alle rennen zur Reling. Da taucht ein brauner Kopf mit Kulleraugen auf. Das Reptil schnappt nach Luft. Die Passagiere jubeln.
Jannis Vardakastanis sollte man lieber nicht erzählen, was man auf dem Meer gesehen hat, nichts von den vielen Turtle Tours, den Schildkröten-Jagden für Touristen, bei denen die Reptilien zwar nicht mehr erlegt werden, wie einst von Raubfischern, aber in ihrer Ruhe gestört. Das kann für sie auch gefährlich werden.
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Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Träumen, planen, reisen
Naja, dass die Schildkröten geschützt werden sollen und müssen, steht außer Diskussion, jedoch hier auf Zante ist dies mittlerweile ein Geschäft geworden, wie in anderen Länder der verkauf des Fleisches dieser armen Kreaturen! Die WWF Mitarbeiter fahren mit die grössten Benzinschlucker wie zB. Jeep Cherokee wo ein Fahrzeug ein Vermögen kostet, die Autos sind hier auf dieser kleinen Insel völlig unangebracht und die Spendengelder würden besser den Schildkröten zugestanden werden.
Auf eine kleine Insel-Marathonissi-welche ebenso eine Brutstätte der Schildkröte ist, werden täglich mit grossen Booten die Touristen gegen bare Münze hingebracht. Wenn man mit privaten Booten hinfährt, ist die Aufenthaltsdauer auf 30 Minuten beschränkt, Sonnenschirme, auch direkt neben der Wasserlinie sind verboten (keine Schildkröte würde Ihre Eier in Wassernähe ablegen also weshalb dieses Verbot?), nicht einmal ein Schirm mit Wasserständer ist erlaubt, dass dient nur den Geschäften der grossen Boote, den würden auf der kleinen Insel die Touristen sich heimelig machen, die Sonnenschirme mit Wasserständer aufspannen, dann wäre der Strand nach ca. 100 Personen voll, und die Boote könnten nichts mit den Transport verdienen. So werden die Touristen die eigentlich den Strand schützen ausgetauscht gegen Touristenboote die im Pendelverkehr zwischen Laganas und der Insel Marathonissi hin und herfahren und so mit ihren Schrauben die Schildkröten erst recht gefährden. Das keiner dieser Touristen lange dort bleibt, sorgt das Sonnenschirmverbot, bei 45° in der Sonne ist der Aufenthalt automatisch beschränkt, somit Platz für die nächsten. Für die fliegende Händler mit ihren Booten welche vom Eis bis Bier alles anbieten, ist es natürlich auch lieber das viele verschiedene Touristen die Insel bevölkern als nur einige welche die den ganzen Tag dort verweilen, den die kaufen nur einmal. Jeder der hier Einblick hat wird es genauso nur als Geschäft sehen, die Schildkröte kommt erst danach.
Was in Sache Schildkröte auf Zante passiert ist eine Geschäftemacherei sonst nichts. Wenn es den WWF ernst wäre würde er mit den Spendegelder sorgsamer umgehen, und die Insel inklusive den Schildkröten nicht vom Pendelverkehr zerstören lassen. Aber es ist wie in Laganas, die Masse bringt das Geld auch wenn dadurch alles andere zerstört wird.
Der SZ Bericht beschreibt nur die Oberfläche und wegen der Unterfläche gärt es bei vielen Einheimischen, auch bei der Inselbesitzerin, den diese ist Privatbesitz und