Nida, Kurische Nehrung (Litauen)

"Wir haben einige Tage im Fischerdörfchen von Nida verbracht. Wir sind so von der unsagbaren Eigenart und Schönheit der Natur, der phantastischen Welt der wandernden Dünen, den Kieferwäldern, in denen die Elche wohnen. begeistert, dass wir beschlossen haben, hier eine ständige Heimstätte zu erwerben." So schrieb Thomas Mann 1929 in seinen Erinnerungen, ein Jahr später war das Sommerhaus auf der Kurischen Nehrung fertig. Bis 1932 verbrachte ein Teil der Familie die Sommerferien in dem kleinen Dörfchen, Mann arbeitete hier an der Trilogie "Josef und seine Brüder" und verfasste die anti-nationalsozialistische Polemik "Was wir verlangen müssen".

Heute gehört die Gemeinde zu Litauen und im ehemaligen Ferienhaus befindet sich ein kleines Museum sowie der Sitz einer Stiftung für kulturelle Begegnung. Geblieben ist der Blick aufs Kurische Haff, genannt "Italienblick", den Thomas Mann von seinem Arbeitszimmer aus genoss.

Foto: Lithuania Culture and Tourism Information Centre Agila, www.visitneringa.com

8. Februar 2010, 09:502010-02-08 09:50:00 © sueddeutsche.de