Die Bahn will gegen die ewigen Wartezeiten in ihren Reisezentren etwas unternehmen: Extra-Schalter für "Sofortfahrer" und Nummernzettelchen für die Wartenden.
Wer bisher in Reisezentren der Deutschen Bahn stehend in der Schlange wartete, kann nun in mehr als 30 Orten eine Nummer ziehen und möglicherweise sogar Platz nehmen.
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Schlange stehen im Reisezentrum der Bahn im Dresdner Hauptbahnhof. (© Foto: dpa)
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Die Bahn installiert "Aufrufsysteme" und richtet vielerorts - etwa in Bremen, Hamburg, Dortmund, München, Leipzig oder am Berliner Ostbahnhof - Sitzgelegenheiten ein, wie sie am Montag in Berlin mitteilte.
Die Kunden würden über große Bildschirme darüber informiert, wenn ein Schalter für sie frei sei, und könnten die Zwischenzeit etwa zum Proviant- oder Zeitungskauf nutzen. Ein solches System sei in Ingolstadt seit April 2008 mit durchweg positiver Resonanz getestet worden.
Für besonders eilige "Sofortfahrer" sollen zudem mehr als 40 der am stärksten frequentierten Reisezentren eigene Schalter erhalten. Diese seien für jene Reisenden gedacht, die "ohne Reservierung und Preisberatung so schnell wie möglich in den nächsten Zug einsteigen möchten", erklärte die Bahn.
Für Kunden wiederum mit besonders hohem Beratungsbedarf böten viele Reisezentren ab sofort eine Beratung mit Termin an, zum Beispiel zur Planung einer Gruppenreise oder der geplanten Urlaubsanreise mit dem Autozug. So sollen 95 Prozent der Kunden innerhalb einer Wartezeit von zehn Minuten bedient werden, wie Jürgen Büchy, der Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Vertrieb GmbH, erklärte.
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(sueddeutsche.de/AFP/AP/jkr)
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Ein Expressschalter wäre ja an und für sich ein sinnvolle Sache - zumindest überall anders als bei der Bahn. Wie bereits gesagt, werden sich die Leute dort anstellen, auch wenn sie eine "Beratung" wünschen. Wirklich dämlich ist die Handhabung, dass dort keine Reservierungen erhältlich sein sollen... das Geschrei am Freitagnachmittag im Zug ist dann wieder groß, wenn festgestellt wird, dass das Ding rappelvoll ist. Der tiefere Sinn dieses Schalters erschließt sich mir auch nicht so ganz: wünsche ich keine Beratung oder ähnliches, dann kann ich auch zum Automaten gehen (davon gibt es meist mehr, reservieren kann ich dort auch usw.). Wer es denn wirklich so eilig hat (was ja durchaus schonmal vorkommen kann), der kann sein Ticket (zumindest im Fernverkehr) immernoch im Zug lösen, zwar mit Aufpreis, aber es ist möglich.
Würden die Leute endlich verstehen, dass sie Zeit und Nerven sparen wenn sie sich ihre Tickets selbst am Automaten oder im Internet besorgen und die Schalter/Reisezentren eben für die wirklich komplexen Dinge benutzen würden, stellte sich das Problem garnicht erst.
Ist allerdings auch viel langweiliger wenn man ja nicht mehr über scheinbar komplexe Automaten und angebliche Tarifurwälder (olleluja: was um alles in der Welt ist da so komplex?? Es gibt einen Normalpreis, einen Sparpreis und rein theoretisch das Dauer-Spezial... das wars auch schon)
Für die Bahn ist dies nur ein weiterer Schritt um Service zu kappen und das Personal besser einsetzen zu können (nach Ihrer Aussage)
Würde die Bahn mehr Personal zur Verfügung stellen wären die Wartezeiten kürzer und man müsste nicht jetzt dann noch Kärtchen ziehen.
Hier wird wieder versucht durch Vortäuschen eines Servicegedankens weiter Geld für den Börsengang als positive Bilanz vorzutäuschen....
Solange dürfen wir mit stinkenden, brechenden und brennenden Radsätzen und Achsen weiter leben und fahren...
Ich finde, die Einführung des "Billard-Systems", wie es auch seit einiger Zeit in vielen Postfilialen existiert, hätte völlig ausgereicht. Ich hab das auch schon in etlichen Bahnhöfen gesehen, und es funktioniert gut - solange ausreichend viele Schalter besetzt sind.
Für alle, die das nicht kennen: Es gibt nur noch eine Schlange, und am Kopf dieser Schlange geht man dann einfach zum nächsten freien Schalter. Total fair und effektiv. Würde ich mir in Fastfood-Läden auch wünschen...
Stattdessen jetzt also Wartenummern und Sitzplätze. Das frisst doch nur Zeit.
Solange es lange Schlangen und unbesetzte Schalter gibt, werden Kunden auch mit Aufrufsystemen nicht zufrieden zu stellen sein.
den Tarifdschungel nicht hätte wäre die beratung auch nicht nötig. Zudem könnte man Beratungs- und Reservierungsschalter von Verkaufsschaltern trennen. War alles schon mal da.
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