Von Violetta Simon

Das Auswärtige Amt rät, nicht dringend erforderliche Reisen in den Jemen bis auf weiteres zurückzustellen.

Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass die aktuelle politische Lage im Nahen und Mittleren Osten die Sicherheit von Reisenden im Jemen beeinträchtigen könnten.

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Reisende, die aus unabweislichen Gründen dennoch fahren müssen, sollten die aktuelle Entwicklung in den Medien verfolgen und engen Kontakt mit der deutschen Botschaft in Sana'a halten.(Tel. 00967-1-413174/413177/413178). Das Auswärtige Amt in Berlin erteilt Auskunft unter Tel. 01888-1744444.

Weiterhin Entführungen, Geiselnahme, Fahrzeugraub

Neben der aktuell erhöhten Gefährdung durch die militärischen Aktionen der USA als Antwort auf die Terroranschläge vom 11. September weist das Auswärtige Amt auch auf das schon bestehende Risiko bei Reisen im Jemen hin.

Entführungen und Geiselnahmen von ausländischen Touristen sowie bewaffneter Fahrzeugraub, insbesondere von Geländefahrzeugen, kommen weiterhin vor. Mit der Geiselnahme 16 ausländischer Touristen im Dezember 1998 mit terroristischem Hintergrund, bei der vier Ausländer zu Tode kamen, sowie zwei weiteren Terroranschlägen im Oktober 2000, habe sich die Situation verschärft.

Entführungen wären grundsätzlich im ganzen Jemen möglich, auch in den Städten. Erfahrungsgemäß würden Entführungen jedoch immer wieder in den selben Regionen und durch die selben Stämme stattfinden.

Wüstendurchquerungen nur mit sicheren Reiseagenturen

Das Auswärtige Amt warnt besonders vor Reisen in die nördlichen und nordöstlichen Landesteile, vor allem in der Provinz Al-Djauf sowie in die dünn besiedelten Gebiete östlich des Wadi Hadramaut bis zur omanischen Grenze. Die Lage in den Provinzen Marib, Shabwa und Sadah bleibt nach Angaben des Amtes unsicher.

Wüstendurchquerungen zwischen Marib und dem Wadi Hadramaut sollten nur mit verlässlichen Reiseagenturen unternommen werden.

In jüngster Zeit seien Berichte über angebliche Versuche von Piraterie im Roten Meer und entlang der Südküste Jemens kursiert. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher, die im Roten Meer gelegenen Inselgruppen möglichst weiträumig zu umfahren, sowie größtmöglichsten Sicherheitsabstand zur Küste zu halten.

Warnung vor Minenfeldern

Bei Reisen in den Süden des Landes warnt das Auswärtige Amt vor nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder. Fahrten abseits der befestigten Straßen könnten lebensgefährlich sein. Diese befänden sich nach Angaben des Amtes im Großraum Aden, entlang der Straße von Aden nach Sanaa bis Al Anad, entlang der Küstenstraße westlich von Mukalla sowie um die Hafenstadt Bir-Ali und im Raum Zinjibar, Jaar und Al-Khod.

Wanderungen, insbesondere in unbewohnten oder nur dünn besiedelten Landesteilen, sollten unterbleiben.

Erhöhte Gefahr für Frauen und Individualreisende

Wegen der islamischen Traditionen und Sitten sollten Frauen nur in unmittelbarer Nähe von Hotels sonnenbaden und schwimmen.

Für Individualreisen besteht insgesamt eine erhöhte Gefährdung. Reisen sollten nur mit zuverlässigen und erfahrenen jemenitischen Reiseagenturen unternommen werden.

Nähere Informationen zur Sicherheitslage sind bei der Botschaft in Sanaa erhältlich.(P.O.Box 2562, Sanaa, Tel.: (00967-1) 413174, Fax: (00967-1) 413-179).

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