Auf nach Lourdes, dachten sich fünf junge Touristinnen aus den USA. Aber statt im weltberühmten Wallfahrtsort in Südfrankreich landeten sie in einem kleinen Dorf in der Bretagne - gut 800 Kilometer nördlich von ihrem Reiseziel. Manée Peron, Inhaberin eines Cafés im bretonischen Dörfchen Leuhan, erkannte auf der Reservierung der Reisetruppe ihr wahres Ziel. Das liegt allerdings in den Pyrenäen nahe der spanischen Grenze.

Vermutlich hatte der Name der Kapelle Notre-Dame-de-Lourdes die Frauen in die Irre geführt. "Sie haben sicherlich Lourdes in ihr Navigations-System eingegeben, aber ohne Postleitzahl - und sind dann in Leuhan gelandet", vermutet die Gastwirtin. Sie habe den Touristinnen auf einer Landkarte gezeigt, wo Lourdes liege. Die jungen Frauen, die kein Französisch sprechen, seien daraufhin "völlig orientierungslos und verzweifelt" gewesen. Sie habe ihnen dann auch nicht vorgeschlagen, die Kapelle Notre-Dame-de-Lourdes zu besichtigen, sagte Peron. "Das wäre in dem Moment nicht so gut angekommen."

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Bild: AFP 14. Januar 2014, 17:112014-01-14 17:11:08 © Süddeutsche.de/dd/reek/harloff