Reisen nach MyanmarUrlaub in der Zwickmühle

In Myanmar steht nicht nur der demokratische Prozess ganz am Anfang, sondern auch der Tourismus. Viele Urlauber sind im Zwiespalt: Unterstützen sie mit ihrem Besuch wirklich die Menschen im Land - oder stärken sie die vom Militär dominierte Regierung?

Der Besuch in kaum einem Land Asiens ist so umstritten: Myanmar-Reisende helfen den Menschen nicht und stützen die immer noch vom Militär dominierte Regierung, sagen Kritiker. Wer wegbleibt, zementiert die Isolation der notleidenden Bevölkerung, kontern die Befürworter. Wie Tourismus der Bevölkerung tatsächlich nützen kann - wenn man es richtig anstellt.

Fast fünfzig Jahren lang ist Myanmar (früher Birma) von einem Militärregime beherrscht worden. Auch nach den Wahlen am 4. Februar 2011 blieb das Militär in dem Land in Südostasien an der Macht: Die von ihm dominierte Partei Union Solidarity and Development siegte. Doch es gibt Hoffnung auf ein wenig mehr Demokratie: Bei den Nachwahlen im April 2012 zog auch die freigelassene Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi im Parlament ein.

Sonnenaufgang über der Shwedagon-Pagode in Yangon (Rangun).

Bild: AFP 19. November 2012, 11:562012-11-19 11:56:23 © Süddeutsche.de/kaeb