ReisebuchEs war einmal zwischen Tokio und Kyoto

Pfeife rauchende Samurais, Prostituierte vor Bordellen und Pferde, die Strohsandalen statt Hufeisen tragen: Ein Prachtband zeigt japanische Holzschnitte, die den Alltag auf einer historischen Route kunstvoll einfangen.

Rezension von Jochen Temsch

Alle Straßen führten nach Edo, das einst unbedeutende Fischerdorf, das der größte Ballungsraum der Welt, Tokio, werden sollte. Nachdem der Shogun Tokugawa Ieyasu Japan im frühen 17. Jahrhundert geeint hatte und von Edo aus regierte, sicherte er seinen Einfluss bis in die entlegenen Gebiete des Landes, indem er die Verkehrswege ausbaute. Er überzog Japan mit den Gokaido, fünf Hauptstraßen, die ihren Anfang an der Brücke Nihonbashi im Zentrum Edos nahmen.

Bild: Collection of Georges Leskowicz/TASCHEN 20. Januar 2018, 06:462018-01-20 06:46:36 © SZ vom 18.01.2018/lia