Reise-Gadgets Knie-Schoner, Gepäck-Jacke und Becher-Halter

Der Schützer Ihrer Kniescheibe

Ohne Vorwarnung hat der Vordermann seine Rückenlehne nach hinten geklappt und entweder Ihre Kniescheiben verschoben oder Ihnen das ausgeklappte Tablett in den Bauch gerammt? Fast jeder Passagier musste sich schon einmal über derart rücksichtslose Mitreisende im Flugzeug ärgern. Kürzlich artete ein Streit über eine zurückgeklappte Lehne sogar in eine Prügelei aus. Es ist nicht überliefert, ob auch Ira Goldman schon einmal seine schmerzenden Fingerspitzen aus einem von der Rückenlehne blitzschnell zugeklappten Laptop gezogen hat. Auf alle Fälle verdanken wir dem US-Erfinder die "Knee Defender": Zwei stabile Plastikklammern, die so an den Scharnieren des Essenstabletts befestigt werden, dass der Vordersitz nicht mehr zurückgekippt werden kann. So schonen die "Knee Defender" nicht nur Ihre Kniescheiben. Sie sorgen auch dafür, dass Sie Ihrem Vordermann ohne großen Gesprächsaufwand zeigen, wo Ihre Toleranzgrenze bei der Rückenlehnenneigung liegt, also bei etwa 90 Grad. Zumindest in den USA werden die "Knee Defender" von vielen Airlines wohl geduldet, von deutschen Fluglinien gibt es dazu bisher keine Stellungnahmen. Was vielleicht daran liegt, dass nur die wenigsten Passagiere sich in diesem alltäglichen Streitfall für die proaktive Herangehensweise entscheiden. Sondern sich lieber leise fluchend ihre Knie massieren.

Die zwei Plastikklammern sollen verhindern, dass die Rückenlehne zurückgeklappt werden kann.

(Foto: kneedefender.com)

Die Jacke fürs Gepäck

In Zeiten steigender Kerosinpreise haben viele Airlines ihre Gepäckobergrenzen gesenkt, so dass selbst kleine Extras im Koffer saftige Zusatzgebühren kosten und auch im reglementierten Handgepäck nicht alles Platz findet. Hier schafft die "Travel Jacket" Abhilfe. In der mit mehreren Zusatzfächern ausstaffierten Weste sollen Dinge wie Tablet PC, Handy, Zeitschriften oder Kopfkissen untergebracht werden. So können Reisende erlaubte Gegenstände mit einem Gewicht von etwa zehn Kilogramm zusätzlich an Bord schleppen. Unter modischen Gesichtspunkten darf man die übergroße "Travel Jacket" keinesfalls betrachten. Doch wer nichts dagegen hat, wie ein Lastesel durch die Abflughalle zu trotten, darf sich wenigstens über die verdutzten Gesichter der Beamten an der Sicherheitskontrolle freuen.

Reise-Gadgets Übergepäck Jacke

Schön ist die Übergepäckjacke nicht - aber vielleicht ungemein praktisch?

(Foto: rufusroo.com)

Der Becher-Halter

In der rechten Hand den Griff des Trolleys, die Laptop-Tasche umgehängt, über dem linken Arm die Jacke, die gerade viel zu warm geworden ist: Multipel bepackte Reisende, die durch Gänge und Hallen eilen, sind auf internationalen Flughäfen ein vertrautes Bild. Da die meisten Passagiere nicht wie die indische Göttin Saraswati über zwei zusätzliche Arme verfügen, balancieren sie irgendwo auch noch einen Kaffeebecher. Das kann schiefgehen und das tut es oft. Dabei könnte es auch so laufen: Der nach Herstellerangaben erfreulich leicht anzubringende Tugo Suitcase Cup Holder wird so zwischen den ausziehbaren Griffen des Trolleys montiert, dass nichts überschwappt und der Reisende zumindest eine Hand wieder frei hat. Jetzt muss er nur noch daran denken, den Trolley-Griff vor dem Einstieg ins Taxi nicht schwungvoll herunterzudrücken.

Der Becherhalter wird am ausziehbaren Griff des Trolleys montiert.

(Foto: goodtugo.com)