Reise durch NordkoreaUnter den Augen der toten Diktatoren

Der Fotograf Olaf Schülke erlebte in Nordkorea den Kontrast zwischen bombastischer Inszenierung und tristem Alltag. Ständig in Sichtweite: seine Aufpasser und die strengen Blicke von Kim Il Sung und seinem Sohn Kim Jong Il.

Der Fotograf Olaf Schülke reiste im August 2012 durch Nordkorea und erlebte den Kontrast zwischen bombastischer Inszenierung und tristem Alltag. Ständig in Sichtweite: seine Aufpasser und die strengen Blicke von Kim Il Sung und seinem Sohn Kim Jong Il. Eine Bilderreise.

Im Zug nach Pjöngjang, der Hauptstadt Nordkoreas, führt der Weg durch das isolierte Land entlang grüner Felder und schier endloser Bergketten. Man fährt vorbei an ländlichen Bahnhöfen, die sich überraschend ähneln: weiß getüncht und über der Eingangstür ein Porträt des "Ewigen Präsidenten" Kim Il Sung, der streng auf die Reisenden herabblickt. Obwohl im Jahr 1994 verstorben, blieb der Diktator offiziell in Amt und Würden. Den Posten selbst übernahm sein Sohn Kim Jong Il, nach dessen Tod 2011 rückte der Enkel des "Ewigen Präsidenten" nach: der jetzige Machthaber Kim Jong Un.

Bild: Olaf Schülke 8. Oktober 2012, 13:052012-10-08 13:05:15 © Süddeutsche.de mit Material von Olaf Schülke/kaeb/dd