Die Maschine befand sich mit erheblicher Verspätung auf dem Weg von Amsterdam nach Hof, als eine ursprünglich geplante Zwischenlandung gestrichen wurde. Damit wollte sich ein Fluggast nicht abfinden.

Ein randalierender Fluggast hat die unplanmäßige Landung einer Passagiermaschine in Augsburg erzwungen. Der betrunkene 55-Jährige stürmte nach Angaben der Polizei das Cockpit und forderte vom Piloten, auf dem Flughafen Augsburg-Mühlhausen zu landen. Um die Sicherheit der Passagiere nicht zu gefährden, stimmte der Pilot zu. Die Charter-Maschine der niederländischen Fluggesellschaft KLM war auf dem Weg von Amsterdam nach Hof. An Bord befanden sich 27 Angestellte eines Augsburger Industriebetriebes und die vierköpfige Besatzung.

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Die Reisegruppe war erst nach mehrstündiger Verzögerung in Amsterdam abgeflogen, nachdem eine ursprünglich gecharterte polnische Maschien wegen technischer Probleme ausgefallen war. KLM stellte als Ersatz kurzfristig eine zweimotorige Turboprop-Maschine bereit. Auf dem Flug nach Hof war ursprünglich auch ein Zwischenstopp in Augsburg vorgesehen, der wegen der Verspätung aber gestrichen werden musste.

Der 55 Jahre alte Fluggast bestand jedoch auf den Stopp und zwang den Piloten, die Flugroute zu ändern. Nach der Landung in Augsburg kurz vor Mitternacht wurde der Randalierer festgenommen. Laut Alkoholtest hatte er 1,8 Promille im Blut. Dem Mann droht eine Anklage wegen eines "Angriffs auf den Luftverkehr".

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(sueddeutsche.de/dpa)