Es sah schlecht aus für die Deutsche BA. Als der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl die defizitäre Fluggesellschaft vor knapp zwei Jahren für den symbolischen Preis von einem Euro von der Mutterfirma British Airways loskaufte, wusste man nicht recht, was aus dem missratenen Kind werden sollte. Man hatte die 1992 gegründete Fluglinie schon 2002 zur Low-Cost-Airline gemacht und ihr den Namen dba verpasst. Das sollte griffig und modern klingen, nutzte aber erstmal wenig. Das Unternehmen dümpelte weiter vor sich hin, ohne mit den anderen Günstigfliegern konkurrieren zu können. Wöhrl packte die Sache energisch an. Kein Billigflieger sollte die dba mehr sein, sondern eine Low-Fare-Airline für Businesskunden. Will heißen: kostenloser Service für weniger Geld, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sowie günstige Ticketpreise - ein Billigflieger für Geschäftsleute eben.
Macht nicht nur in Mode: Rudolf Wöhrl (© Foto: DPA)
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Wöhrl, Erbe und Miteigentümer der gleichnamigen Modekette, war bei der dba schon vor der Übernahme kein Unbekannter. Von 1994 bis 2001 arbeitete er für die Fluggesellschaft als Mitglied im Beirat. Und er ist das, was man wohl einen echten Luftfahrt-Fan nennen kann. Selbst aktiver Pilot, gründete er 1974 in seiner Heimatstadt den Nürnberger Flugdienst NFD, der später in Eurowings aufging. Bis April letzten Jahres war Wöhrl Geschäftsführer bei der dba. Inzwischen ist er Aufsichtsratsvorsitzender.
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