Österreich St. Anton am Arlberg

An St. Anton stellen Wintersportler von Haus aus hohe Erwartungen und die werden prompt erfüllt.

(Foto: Lech Zürs Tourismus/dpa-tmn)

Die Skiqualitäten des Arlbergs - egal ob auf oder neben den Pisten - sind legendär, genauso wie die Partys auf den Après-Ski-Hütten entlang der Talabfahrt und in den Lokalen im Ort.

Von Stefan Herbke

NEU: Die Sechsersesselbahn "Tanzbödenbahn" ersetzt einen Schlepplift.

St. Anton mit dem Arlberg war schon immer eine Klasse für sich. Die Austragung der alpinen Skiweltmeisterschaften 2001 war da nur eine logische Folge. Doch während sich andere Orte mit einer WM mehr Aufmerksamkeit erhoffen, war für St. Anton die WM eine Möglichkeit, dringend notwendige Baumaßnahmen etwas schneller zu verwirklichen. Ein Beispiel dafür ist die Verlegung der Bahnstrecke, die früher den Ort regelrecht durchschnitten hat, samt Bahnhof.

Ein Paradies für Skifahrer und Snowboarder Arlberg, Valluga, Kapall, Albona, Schindlerkar, Namen, die die Herzen der Skifahrer und Snowboarder höher schlagen lassen. Der Arlberg mit den Orten und Hotelsiedlungen St. Anton, St. Christoph, Stuben, Zürs und Lech ist der Inbegriff des Skifahrens, in St. Christoph wurde bereits 1901 der erste Skiclub der Alpen gegründet, in Zürs surrte Österreichs erster Schlepplift, und 1928 ging das erste Arlberg-Kandahar-Rennen über die Piste. Die Erwartungen an das Skigebiet sind natürlich hoch, doch sie werden erfüllt. Egal ob man auf leichten oder mittelschweren Pisten genussvoll schwingen möchte, rasante Buckelhänge sucht oder endlose Tiefschneehänge, der Arlberg bietet alles - vor allem Schneesicherheit

Insgesamt werden 232 Kilometer Pisten präpariert (inkl. Lech und Zürs), und daneben warten rund 180 Kilometer Tiefschneehänge auf die "Freerider" - am Arlberg wird der "weiße Rausch" Wirklichkeit. Rekordverdächtig auch die Zahl der Lifte: 9 Seil- und Gondelbahnen, 29 Schlepplifte und 35 Sesselbahnen sorgen für den reibungslosen Transport bergauf.

Zwischen Valluga, Kapall, Rendl und Albona Mittelpunkt des Pistenkarussells ist die runde Kuppe des Galzig, die als Verteiler der Skifahrermassen fungiert. Viele bleiben hier auf den makellosen Osthängen, einige fahren ab nach St. Christoph und der Rest bergauf zur Valluga, dem höchsten Punkt des Skigebietes. Bergab geht's entweder gemütlich Richtung Ulmer Hütte oder anspruchsvoll durch die Buckel des Schindlerkars, 600 anstrengende Höhenmeter bis die Oberschenkel glühen.

Der Kapall mit dem Gampen war während der WM für die Rennläufer reserviert. Trotz klangvoller Namen wie der Kandahar ist der Kapall auch für schwächere Skifahrer geeignet. Und mit der neuen Gondelbahn von Nasserein werden viele Tagesskifahrer über den Gampen ins Arlberger Pistengebiet einsteigen.

Etwas im Schatten der Valluga liegen Rendl und Albona, allerdings nur auf den ersten Blick. Denn am Rendl finden Snowboarder einen komplett eingerichteten Funpark und weite und offene Hänge für ausgedehnte Tiefschneetouren - Rendl und die Nordhänge der Albona sind das Mekka der Freerider.

Party ohne Ende Spitze sind die Arlberger auch beim Après-Ski. Direkt an der Talabfahrt vom Galzig nach St. Anton liegt die angesagteste Après-Skihütte des Arlbergs: der Mooserwirt. Hier, wie auch in der Sennhütte, im Griabli oder im Krazy Kanguruh, beginnt für viele eine lange, fröhliche Nacht.

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