Österreich Hochfügen/Hochzillertal

Durch den Zusammenschluss der Skigebiete von Hochfügen und Hochzillertal ergab sich das dritte Großraumskigebiet des Zillertals. Zusammen mit dem Spieljoch bei Fügen gleich am Taleingang ein sehr abwechslungsreiches Skirevier

Von Stefan Herbke

Es gibt wohl kein anderes Tal in Tirol, das so oft besungen wurde wie das Zillertal. Und an die Zillertaler Schürzenjäger kommt selbst das Ötztal mit Ötzi nicht heran. "Zillertal, Du bist mei freid", das gilt ganz besonders für die Skifahrer, denn hier reihen sich die Skigebiete wie Perlen an einer Schnur.

Ski Österreich

(Foto: Foto: Schizentrum Hochzillertal/Eberharter)

Ungefähr auf halber Strecke zwischen dem Eingang ins Zillertal und dem Talschluss bei Mayrhofen und damit nach Fügen und Hochfügen befindet sich die Skiregion Hochzillertal. Die war bereits früher ein Anziehungspunkt mit entsprechend großem Andrang, doch mit der Verbindung nach Hochfügen im Winter 2004/2005 wurde ein neues Kapitel geöffnet. Die - neben der Zillertal Arena und Zillertal 3000 - dritte Skischaukel des Zillertals bietet rund 150 Kilometer Abfahrten und zudem äußerste Schneesicherheit, in Hochfügen endet die Saison traditionell erst am 1.Mai mit dem Seilrennen.

Versteckte Skimulden

Das Gelände vom Hochzillertal ist überaus vielseitig, aber doch irgendwie typisch für die Skigebiete im Zillertal. Unten der dichte Waldgürtel, oben weite und angenehm kupierte Skiwiesen, die neben blauen Genusspisten auch so manchen schwarzen Steilhang bereithält.

Neben der Pistenvielfalt zählt auch das Panorama mit Tiefblick auf das breite Zillertal zu den Schmankerln, die Skifahren im Tal der Täler so liebenswert macht.

Für Genießer

Die Achtergondel von Kaltenbach ist der zentrale Einstieg in die Skiregion Hochzillertal mit ihren überwiegend mittelschweren Abfahrten. Bei der Bergstation auf Höhe der Waldgrenze teilt sich die Schar der Skisüchtigen: nur eine Minderheit zieht es zu der schönen Abfahrt bei der Kaltenbacher Schihütte, während die Masse dem Skiweg zum Sechsersessel Sonnenjet folgt.

Die erschließt die längsten Abfahrten und ermöglicht den Wechsel in den wunderbaren Kessel zwischen Marchkopf und Gedrechter. Ideal für Anfänger sind die Übungslifte zwischen Gondelbahn-Bergstation und Sonnenjet.

Zum Après auf die Piste

Die Krönung ist die rasante Talabfahrt über 1250 Höhenmeter, die entsprechendes Standvermögen erfordert und sich am schönsten früh morgens präsentiert, wenn die Piste noch schön leer und griffig ist. Hochbetrieb herrscht im unteren Abschnitt beim Nachtskilauf jeden Mittwoch und Freitag. Bis 22 Uhr strahlt das Flutlicht, danach treffen sich alle im Tiroler Stadl bei der Talstation zum Après-Ski.

Anschluss nach Hochfügen

Der schneesichere Kessel der Neuhüttenalm, der auch Tiefschneefans begeistert, schließt die Lücke zu den Abfahrten von Hochfügen. Skifahrer und Snowboarder schätzen die Genusshänge links und rechts des Hochtals, wobei erst einmal die Pisten beim 8er-Jet auf dem Programm stehen.

Die liegen vormittags schön in der Sonne und bieten alle Schwierigkeitsgrade: Blau und genussreich locken die Skiautobahnen bei der Sesselbahn Hochfügen 2000, rabenschwarz zeigt sich dagegen die rasante Piste Nr. 6, neben der Skiroute beim Schlepplift Pfaffenbühel II die anspruchsvollste Strecke in Hochfügen. Spätestens mittags sollte man dann auf die hindernislosen Hänge der Holzalm wechseln, die mit ihren wunderbar breiten Pisten und großzügigen Tiefschneehängen erst seit dem Bau einer kuppelbaren Sechsersesselbahn die Beachtung finden, die sie verdienen.

Die ersten im Zillertal

Gegen dieses geballte Pistenangebot kann das Spieljoch, das Erste Skigebiet im Zillertal, nicht mithalten. Dafür begeistern die mustergültig ausgebauten Skiautobahnen vor allem Familien und Einsteiger, die am Onkeljoch ihre Schwünge ziehen können.

Und mit der sieben Kilometer langen Talabfahrt, die seit diesem Winter bis ins Tal beschneit wird und ausgebaut wurde, werden auch ambitionierte Fahrer zufrieden gestellt, die sonst nur auf der Skiroute zur Geolsalm gefordert werden.

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