Neues Bußgeld in London Es hat sich ausgespuckt

London soll ein schöner Anblick sein - auch auf den Straßen.

(Foto: Getty Images)

Die feine englische Art war es noch nie, in der Öffentlichkeit auf den Boden zu spucken. In London soll es nun aber richtig teuer werden. Auch anderswo sind Touristen gut beraten, besondere Verbote zu kennen.

London-Urlauber sollten sich am besten gar nicht angesprochen fühlen, informiert zu sein kann aber schließlich nie schaden: In der Metropole wird es wohl bald teuer, in der Öffentlichkeit zu spucken. Stolze 80 Pfund (etwa 100 Euro) soll das künftig kosten, wenn es nach den städtischen Behörden geht.

Wie die BBC berichtet, will die Stadt künftig einheitlich gegen öffentliches Spucken vorgehen, nachdem einzelne Viertel schon Maßnahmen ergriffen haben. Weiter erlaubt sein werde das Spucken "mit einer vernünftigen Entschuldigung" oder wenn ein Taschentuch oder eine Dose zu Hilfe genommen werden. Bevor die Regel für ganz London in Kraft tritt, ist noch die Zustimmung des "Department for Communities and Local Government" nötig.

Im Bemühen um eine saubere und ordentliche Stadt ist London nicht allein, doch wo die Grenze zwischen berechtigtem Maßnahmen und außerordentlichem Kontrollwahn verläuft, liegt im Auge des Betrachters.

  • Das beliebte Reiseziel Singapur etwa hat sich mit drakonischen Strafen für alle möglichen kleineren Vergehen einen Namen gemacht. Wie weit die Regelungswut geht, ist für viele Touristen dann aber doch eine Überraschung. So dürfen Reisende etwa nicht einmal Kaugummis in den asiatischen Stadtstaat importieren. Erlaubt ist der Besitz höchstens beim Zwischenstopp, wenn er "therapeutischen Wert" hat oder "Forschungszwecken" dient (die vollständige Regelung findet sich hier).
  • Reisende in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind wiederum gut beraten, sich vor dem Flug keine Mohnsemmeln über die Kleidung zu krümeln oder gar Mohnprodukte einzupacken. In Dubai, Abu Dhabi und bei ihren Nachbarn gelten unter anderem äußerst strenge Einfuhrregeln für Medikamente und Stoffe, die als Drogen eingestuft werden. Dazu gehört auch Mohn - unangenehm etwa für einen Schweizer, der wegen drei Mohnsamen auf seiner Kleidung am Flughafen von Dubai festgehalten wurde, nachdem er beim Abflug in Heathrow unachtsam einen Snack gegessen hatte.
  • Manchmal ist alles aber doch nicht so streng wie gedacht. Als falscher Alarm hat sich so eine Nachricht aus diesem November erwiesen: Nachdem italienische und internationale Medien aufgeregt berichtet hatten, künftig würden in Venedig allzu laut rumpelnde Rollkoffer mit horrenden Bußgeldern von bis zu 500 Euro geahndet, sah sich der amtierende Bürgermeister nöchstpersönlich genötigt, die Öffentlichkeit zu beruhigen. Es sei lediglich geplant, gegen lärmende Karren von Händlern vorzugehen. Die Massen an Trolleys beschädigten zwar zweifellos die Altstadt, vor allem die Brücken, würden aber weiter geduldet.

Unglaublich, aber wahr sind dagegen zahlreiche skurrile Gesetze in den USA, die teils noch aus vergangenen Jahrhunderten stammen. Sie werden zwar in den seltensten Fällen angewandt, berühmt-berüchtigt jedoch allemal. Was Sie sich beim Hawaii-Urlaub nicht ins Ohr stecken sollten und wie Sie in Miami niemals ein Polizeirevier ansteuern sollten, lesen Sie hier:

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