National Monuments in den USATrumps Naturschutz-Streichliste

Der US-Präsident hat zwei nationale Schutzgebiete extrem verkleinert und stellt weitere in Frage. Wir stellen zehn dieser außergewöhnliche Landschaften in den USA vor.

Von Katja Schnitzler

Bears Ears, Utah

Für fünf Stämme der American Natives ist dieses Land mit den Zwillingsbergen, die an Bärenohren erinnern, heilig - hier findet sich ihr kulturelles und spirituelles Erbe: prähistorische Kunst am Fels, Zeremonienplätze oder uralte Häuser, die sich unter überhängende Klippen drängen. Das hielt US-Präsident Donald Trump nicht davon ab, das Schutzgebiet um 85 Prozent zu verkleinern - und damit einen Erlass seines Vorgängers Barack Obama aufzuheben. Der Status als National Monument verbietet unter anderem Minenarbeiten und Bohrungen. Trump rechtfertigt die Aberkennung damit, dass so das Land für die Öffentlichkeit wieder besser zugänglich sei - und ja, auch nutzbar. Allerdings stehen die National Monuments auch jetzt schon als Erholungsräume offen, Viehwirtschaft und sogar der Abbau von Rohstoffen sind möglich, allerdings nur in Grenzen. Schließlich sollen die Vielfalt der Natur sowie archäologische Stätten bewahrt werden. Nun müssen wohl Gerichte entscheiden, ob Trump so einfach Schutzgebiete zusammenstreichen darf - und wenn ja, wie viel davon.

Insgesamt lässt Donald Trump 27 Nationalmonumente untersuchen, sodass wohl noch weitere ihren Schutzstatus einbüßen könnten. Wir stellen zehn besonders spannende Gebiete vor.

Bild: imago/Mint Images 8. Dezember 2017, 04:452017-12-08 04:45:42 © SZ.de/ihe/sks