Nach Anschlägen in Paris USA verschärfen Einreisebestimmungen

Etwa 20 Millionen Besucher reisen jedes Jahr visumsfrei in die USA ein. Sie sollen in Zukunft strenger kontrolliert werden - aus Angst vor Terroristen.

Nach den Anschlägen von Paris wollen die USA Besucher aus Staaten wie Deutschland und Frankreich in Zukunft strenger kontrollieren. Das Weiße Haus gab neue Auflagen für das sogenannte "Visa Waiver"-Programm (VWP) für die visumfreie Einreise bekannt, zusätzlich plant der Kongress weitere Verschärfungen. Hintergrund seien die Pariser Attacken und die anhaltende Bedrohung durch ausländische Kämpfer.

Noch vor Ende des Jahres solle eine Vorlage zur Abstimmung kommen, sagte der republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy. Ohne ein schärferes Gesetz sei das Land weniger sicher.

Das VWP ermöglicht Bürgern aus 38 Staaten, ohne Visum für 90 Tage in die USA zu reisen. Weil einige der Attentäter von Paris über belgische oder französische Pässe verfügten, war das Programm in den USA in die Kritik geraten. Änderungen am VWP dürften von Republikanern, Demokraten und von Präsident Barack Obama mitgetragen werden.

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Das Weiße Haus verkündete bereits Änderungen, für die es keine Zustimmung des US-Kongresses braucht. Unter anderem müssen Reisende von nun an auch Informationen über Reisen in Länder weitergeben, die als Rückzugsorte für Terroristen gelten.

McCarthy nannte mehrere weitere Maßnahmen, die seine Partei beschließen will. So sollten etwa alle Staaten dazu verpflichtet werden, elektronische Reisepässe auszustellen und Passagierdaten mit einer Datenbank gestohlener und verlorener Pässe abzugleichen. Im Senat arbeiten Demokraten und Republikaner gemeinsam an einer eigenen Vorlage.

Etwa 20 Millionen Besucher reisen jedes Jahr über das Programm in den USA ein.