Die Preise für Leihautos steigen in Deutschland und im Ausland - schuld ist nach Meinung der Verleihfirmen die Abwrackprämie.
Die Zeit der billigen Trips mit Mietwagen ist vorläufig vorbei. Alle großen Firmen haben ihre Listenpreise seit einem Jahr um bis zu zehn Prozent im Inland erhöht. In den Urlaubsländern liegen die Steigerungsraten zum Teil deutlich darüber. Auf Mallorca etwa übertrafen sie teils sogar die 25 Prozent, mit denen das Statistische Bundesamt die Branche als zweitgrößten Preistreiber im Oktober nach PC-Anwendersoftware ausmachte.
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Die 25 Prozent der Statistiker wollen die "Großen Vier" - Hertz, Avis, Sixt und Europcar - allerdings nicht unhinterfragt akzeptieren. Dennoch räumen sie Preiserhöhungen ein. Ein Schlagwort nennen die Firmen für die eigentlich komplexen Ursachen: die Abwrackprämie.
Sie habe einerseits für einen Engpass bei den im Urlaub sehr gefragten Kleinwagen gesorgt, weil die Hersteller ihre Autos lieber in den Privatmarkt gegeben hätten als mit den üblichen "Buy-Back"-(Kauf-zurück-)Verträgen an die Vermieter.
Diese Verträge bestehen darin, dass die Autohersteller den Vermietfirmen die Wagen nach einem halben Jahr wieder abkaufen und sie dann Privatkunden anbieten. Voraussetzung für gute Preise dafür sind unbeschädigte Fahrzeuge mit einer vertraglich festgelegten, relativ geringen Kilometerzahl.
Auch dieser Markt sei aber schlechter geworden, sagte ein Branchenexperte. Zudem habe die Prämie den Gebrauchtwagenmarkt im Inland erschüttert. Dazu kommen nach übereinstimmenden Angaben höhere Finanzierungskosten wegen der Finanzkrise.
Hertz-Geschäftsführer Elyes M'Rad, der im Schnitt von sechs Prozent Erhöhung für Privatkunden spricht, sagte: "Auch die Veränderungen auf den Automobilmärkten machen sich für uns bemerkbar: Die Hersteller haben ihre Produktionskapazitäten mit dem Einsetzen der Finanzkrise gesenkt, so dass heute weniger Neuwagen auf dem Markt sind."
Vor allem sind die Preise inzwischen wesentlich schwerer zu vergleichen. Stefanie Dargel von Europcar und Frank Elsner von Sixt räumen ein, dass die Vermieter immer mehr zu einem Yield-Management übergehen, wie es von Fluggesellschaften bekannt ist: Dabei können sich die Tarife je nach Nachfrage und Auslastung stündlich ändern. Allerdings werde dies bislang nur von einem kleinen Unternehmensteil angewendet, erklärten beide.
Vielfach ist neuerdings auf den ersten Blick nicht erkennbar, dass es teurer wird. So sind manchmal die Inklusiv-Kilometer begrenzt, manchmal nicht. Oder es werden Zuschläge erhoben. M'Rad kündigte an: "Ab der kommenden Woche werden auch wir - wie andere Autovermieter vor uns - eine Einweggebühr einführen. Wer in einer anderen Stadt das Fahrzeug abgibt, als er es gemietet hat, muss dann einen Aufpreis von 15 Euro bezahlen. Außerdem führen auch wir ab dem 16. November auf einen Teil der Tarife eine Kilometerbegrenzung von 250 Kilometern pro Tag ein."
Diese Begrenzungen sind unterschiedlich hoch. Bei Sixt werden sie nach Angaben von Sprecher Frank Elsner nur an Wochenenden erhoben. Sie betragen täglich 300 Kilometer. Jeder zusätzliche Kilometer kostet 21 Cent, was den Tagesmietpreis für die Kompaktklasse schnell über 100 Euro steigen lässt. Bei Europcar gibt es ebenfalls eine Kilometerbegrenzung am Wochenende, aber in unterschiedlicher Höhe je nach Wagenklasse. An Werktagen entfällt sie zwar, dafür ist - im Gegensatz zu Sixt - der Grundpreis deutlich höher.
Wer eben mal von Hamburg nach Lübeck und zurück fährt, zahle nun weniger als derjenige, der in einem Tag quer durch Deutschland reise, sagte Stefanie Dargel von Europcar. Ihren Angaben zufolge sind besonders in den Urlaubsgebieten wie Mallorca die Mietpreise drastisch gestiegen, "manchmal möglicherweise sogar über die 25 Prozent", weil dort die Kleinwagen nicht in der nötigen Menge zur Verfügung gestanden hätten.
Wenig Hoffnung machen die Vermieter auf mögliche Preissenkungen. "Da der Kostendruck sich in nächster Zeit voraussichtlich nicht abschwächen wird, ist davon auszugehen, dass die Erhöhungen langfristig Bestand haben", erklärt M'Rad.
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Tolle Argumentation, wegen der Abwackprämie ist der Gebrauchtwagenmarkt eingebrochen, das treibt die Vermietpreise in die Höhe, weil man die ehemaliegen Mietwagen nicht mehr los wird.
Die Abwackprämie galt auch für Jahreswagen. Die die Flottenfahrzeuge meist kein Jahr alt sind, ist die Abwrackprämie eher positiv für die Autovermieter gewesen.
Abenso das die Hersteller die Produktionskapazitäten gesenkt haben ist kein Argument die Preise zu erhöhen. Die Hersteller haben ihre Kapazitäten gesenkt weil enorm viele Neufahrzeuge auf Halde stehen und zu Billigstpreisen verkauft werden müssen. Auch davon profitieren wieder die Autovermieter.
Also zocken die Autovermieter doppelt ab, höhere Endkundenpreise und bessere Konditionen.
Vielleicht sollten sie es mal mit der Argumentation "Klimawandel" versuchen, damit geht alles - höhere Temperaturen, höhere Nachfrage an Cabrios, höhere Preise - stimmt, diese Argumentation ist ebenso dumm wie die ursprüngliche Argumentation.
Winterreifen kosten je nach Anbieter etwa 15 Euro pro Tag.
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Bloss nicht mitbuchen. Ich bezweifle, daß bei einer gängigen Fahrzeuggröße der Vermieter die Winterreifen für den Kunden extra aufzieht und dann, nach Rückgabe die Sommerreifen wieder dranklebt. Im Winter habe ich bei Golf- und Passatgröße immer Winterreifen erhalten, obwohl ich die nicht gebucht habe.