Mitten in AbsurdistanDas gibt's doch nicht!

Skurriles, Verstörendes, zu Herzen gehendes: SZ-Korrespondenten haben in aller Welt kuriose Erlebnisse gesammelt.

Mitten in ... Bangkok

Banglamphu, Khao San Road, Bangkoks Backpackerviertel. Zwischen Hotels, Diskotheken, Restaurants, Bars und Shops werben Massage- und Schönheitssalons um Kunden. Reihenweise legen gestresste Rucksackreisende ihre Beine hoch für eine Fußmassage oder lassen sich Haut, Haare, Nägel auf Vordermann bringen. Doch die Maniküre wird zur Tortur, als die Kosmetikerin von ihrem deutschen Liebhaber erzählt.

Ein Jahr lang lebte er auf ihre Kosten in Thailand, dann machte er sich aus dem Staub - und sie fand heraus, dass er in Deutschland zwei Frauen und mehrere Kinder zu versorgen hat. Jedes Detail wird wutschnaubend begleitet von einem energischen Scherenschnitt. Erst als es nichts mehr zu kürzen gibt, lässt sie von den Händen ab. Beim Hinausgehen fällt ein Schild ins Auge. Dort wird eine "Madicure" angepriesen - nomen est omen.

Evelyn Vogel, SZ vom 28./29.4.2012

Bild: Evelyn Vogel 4. Mai 2012, 18:592012-05-04 18:59:00 © SZ/dd/kaeb