New YorkWenn in Manhattan die rote Sonne im Teer versinkt

Das Phänomen "Manhattanhenge" ähnelt der Sonnwende im englischen Stonehenge: Die Abendsonne geht zweimal im Jahr genau in der Verlängerung der schnurgeraden Querstraßen von Manhattan unter und lässt alle Ost-West-Straßen auf der Halbinsel leuchten.

Das Phänomen "Manhattanhenge" ähnelt der Sonnwende am berühmten Steinkreis in England: Die Sonne geht zweimal im Jahr genau in der Verlängerung der schnurgeraden Querstraßen von Manhattan unter und lässt alle Ost-West-Straßen auf der Halbinsel leuchten. Von Katja Schnitzler

Zweimal im Jahr zur Sonnwende treffen sich Esoteriker, Neuzeit-Druiden und Neugierige in Stonehenge und warten auf die Morgenröte. Der mystische Steinkreis nahe Salisbury im Süden Englands ist so angeordnet, dass die Sonne am Mittsommertag genau über dem "Fersenstein" aufgeht und die Strahlen ins Innere des hufeisenförmig angelegten Steinkreises fallen.

War Stonehenge also eine frühere Kultstätte? Oder ein vorzeitliches Observatorium, errichtet vor mehr als 2000 Jahren? Wurde einem Sonnengott gehuldigt? Und werden sich in weiteren zwei Jahrtausenden Menschen dieselben Fragen stellen, wenn sie die Überreste Manhattans erforschen?

Bild: Sommersonnwende in Stonehenge, 2005. Getty Images 13. Juli 2011, 17:022011-07-13 17:02:49 © sueddeutsche.de/kaeb/ebc