Versuche mit einer neuen Malaria-Impfung haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation erstmals viel versprechende Erfolge gezeigt.

Die Direktorin der Weltgesundheitsorganisation-(WHO-)Initiative für Impfforschung, Marie-Paule Kieny, sprach in Genf von einem Durchbruch.

Eine Malaria-Mücke in böser Aktion (© Foto: dpa)

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Allerdings sei noch viel Arbeit zu tun, bevor die Impfung möglicherweise Millionen von Kindern retten könne.

58 Prozent Effektivität

In den vergangenen 25 Jahren seien bereits zahlreiche mögliche Impfstoffe entwickelt worden. Der neue Impfstoff RTS,S/A02A sei jedoch der erste, der bei Erwachsenen und Kindern eine signifikante Schutzfunktion gegen eine Infektion gezeigt habe. Zwar sei die Effektivität bei den untersuchten Kindern mit knapp 58 Prozent niedriger gewesen als bei klassischen Kinder-Schutzimpfungen, bei denen oft mehr als 80 Prozent erreicht würden. Dennoch machten die Ergebnisse sehr viel Mut für die Zukunft.

Gehirnstörungen durch Infektion

Von April 2003 bis Mai 2004 nahmen 2022 Kinder im Alter von ein bis vier Jahren im südlichen Mosambik an der Studie teil. Dabei konnte das Risiko einer schwere Malaria-Erkrankung um 58 Prozent reduziert werden. Jährlich gibt es laut WHO 300 bis 500 Millionen Malaria-Infektionen weltweit. Malaria ist in Afrika eine der Haupttodesursachen bei Kindern unter fünf Jahren. Kinder, die eine schwere Malaria überleben, leiden oft an gesundheitlichen Folgen wie Lernstörungen oder Schädigungen des Gehirns.

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(dpa)