Londons Bürgermeister plant den Bau eines neuen 24-Stunden-Flughafens im Südosten der Stadt. Der ungeliebte Flughafen Heathrow soll deshalb aber nicht geschlossen werden.
Londons Bürgermeister Boris Johnson plant einen neuen Großflughafen für die britische Hauptstadt. Es werde unter anderem geprüft, ob auf einer künstlichen Insel in der Grafschaft Kent südöstlich von London ein neuer 24-Stunden-Flughafen an der Flussmündung der Themse gebaut werden könnte, bestätigte Johnson entsprechende Presseberichte.
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Der Flughafen Heathrow soll bald Konkurrenz durch einen Großflughafen erhalten. (© Foto: dpa)
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Er wies jedoch einen Bericht der Zeitung Sunday Times zurück, wonach der ungeliebte Flughafen Heathrow im Westen Londons geschlossen werden solle. Das Blatt schrieb, dass in Heathrow dagegen eine Art Technologiezentrum und neue Wohnungen entstehen sollen.
Heathrow ist Europas größter Flughafen und macht immer wieder mit Überfüllung und Verspätungen Negativschlagzeilen. Im Frühjahr wurde das milliardenteure neue Terminal 5 eröffnet, was nach Problemen mit der automatischen Gepäckabfertigung in einem Chaos endete. In Heathrow wird außerdem seit langem über eine Erweiterung um eine dritte Rollbahn gestritten.
Naturschützer warnten vor dem neuen Projekt von Londons Bürgermeister. Ein Flughafen an der Themse könne die Brutplätze von Zehntausenden Vögeln in der Gegend gefährden. Es wird davon ausgegangen, dass der Flughafenbetreiber BAA die Pläne nicht unterstützt.
(sueddeutsche.de/dpa/jtr)
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