Die Insel Santiago: Bereits 1462 ließen sich in Ribeira Grande die ersten portugiesischen Siedler nieder. Einst Inselhauptstadt hat sich die Ortschaft ihren dörflichen Charakter bewahrt. Auf einer Anhöhe steht die Ruine der 1556 errichteten Kathedrale. Sie diente zur Christianisierung der afrikanischen Sklaven. Für die Portugiesen war der Ort Drehscheibe für den Sklavenhandel zwischen Afrika und Amerika. Auf dem Zentralplatz erinnert heute noch der Pelourinho an die dunkle Vergangenheit. Am Schandpfahl aus Marmor wurden Sklaven öffentlich ausgepeitscht. Viele Sklaven und später auch einheimische Kriminelle konnten jedoch vor den Kolonialherren in die wildromantische Serra Malagueta fliehen und bildeten hier sogenannte Rebelados, Rebellendörfer.

Bild: Manuel Meyer, dpa-tmn 6. November 2012, 08:502012-11-06 08:50:06 © Manuel Meyer, dpa/dgr