Die Entdeckung der Langsamkeit - Wandern auf dem Jesus Trail

"Viele Menschen pilgern heute nach Santiago de Compostela, doch hier in Israel haben wir die Originale", sagt Inon. Der 32-Jährige, Inhaber der Herberge "Fauzi Azar Inn" in Nazareth, merkte schnell, dass sich kaum Touristen in das arabische Zentrum der Stadt verirrten. Der Jesus Trail sollte das ändern und nicht nur mehr Besucher nach Nazareth holen, sondern auch in die umliegenden Gemeinden. "Wir wollten etwas tun, um Touristen anzuziehen", sagt er. "Denn jeder Wanderer gibt natürlich in den Orten Geld aus und schafft so Arbeitsplätze. Und er bringt positive Energie mit, die wir hier im Nahen Osten dringend brauchen." Touristen wie Einheimische sollen vom Jesus Trail profitieren. Für die Israelis und Araber in der Region, die sonst wenig Berührungspunkte haben, ist er eine Verbindung zwischen ihren Kulturen. "Wenn Wanderer eine Nacht in einem arabischen Ort schlafen und am nächsten Tag in einem Kibbuz, dann haben beide Orte ein gemeinsames Interesse, nämlich, dass es dem Wanderer gut geht und er wiederkommt", erklärt Inon.

Bild: Der Jesus Trail führt durch den Norden Israels und zieht sowohl christliche Pilger als auch kulturinteressierte Touristen an.

Bild: dpa-tmn

21. Dezember 2012, 10:07 2012-12-21 10:07:15

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