Königin-Luise-Brücke

"Mitten im Großstadtgetümmel, an einer der am meisten befahrenen Busrouten und an der größten Fahrradstrecke der Stadt, liegt die Königin-Luise-Brücke. Von 1885 bis 1887 legte man sie an, um den Verkehr auf der nahegelegenen Peblingebro zu entlasten. Benannt wurde sie nach Königin Luise, Gemahlin von König Christian IX. Die breite Granitbrücke verbindet die Stadtteile Nørrebro mit dem Zentrum. An dem historischen Ort fanden schon zahlreiche Aufstände und Demonstrationen statt.

Inzwischen wird diese Durchgangsstation zu einem der beliebtesten Orte der Stadt, unter einer Voraussetzung: Die Sonne scheint. Dann sitzen die Leute schon am Morgen auf der Brücke, einige kommen mit Drinks, andere mit einem ganzen Picknickkorb, manche bringen sogar ihr Sofa mit.

An sonnigen Tagen sitzen hier junge und alte Leute, um das zu tun, was Dänen am besten können: entspannen. Die Brücke dient immer wieder als Veranstaltungsort. Wenn nicht gerade ein DJ in einem Bierzelt auflegt, findet hier das Festival der Weltkulturen statt oder ein Flohmarkt. Die Brücke ist der Ort für den Sommer in Kopenhagen."

Text und Bild: Elina Roivainen, Spotted by Locals Kopenhagen

Bild: Elina Roivainen 6. August 2013, 11:452013-08-06 11:45:14 © Süddeutsche.de/cag/kaeb