Acurio hat bereits peruanische Edel-Restaurants von Bogotá bis Madrid eröffnet, zuletzt sogar in San Francisco; gerade hat er mit anderen Gourmetköchen die "Erste Internationale Gastronomie-Messe" in Lima organisiert. Sein Traum: "Stellen wir uns ein Szenario in zwanzig Jahren vor, bei dem es, so wie heute Mexikaner, 200 000 peruanische Restaurants gibt - und zwar überall!"
(© Foto: Joachim Jacobs)
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Ein Traum, der, wenn er Wirklichkeit würde, vielen Peruanern Arbeit sichern würde - in der Landwirtschaft, im Handel, in den Küchen der ganzen Welt. In einem Land, das politisch chronisch instabil ist, in dem der derzeitige Präsident Alan García in manchen Umfragen nur noch eine Zustimmungsquote von 20 Prozent hat und viele Menschen sich angesichts steigender Preise kaum mehr das tägliche Brot leisten können: In diesem Land wäre, so abwegig es zunächst klingen mag, ein Exportschlager "Peruanische Küche" die Lösung nicht aller, aber mancher Probleme.
Doch wie gut schmeckt die beste peruanische Küche tatsächlich? Also endlich auf zum Praxistest, in zwei der absoluten Top-Restaurants Limas. Als erstes steuern wir die "Rosa Náutica" an, direkt an den Strand über das wogende Meer gebaut, mit romantisch englisch angehauchtem Holz-Ambiente.
Hier ist sogar an einem Montagabend alles ausgebucht, wir müssen anderthalb Stunden auf einen Tisch warten - kein Wunder angesichts von auf der Zunge zergehenden Pulpo-Carpaccios oder "Garnelen im Krokanthemd mit Sesamsauce".
Am nächsten Tag ergattern wir dank Reservierung einen Tisch im ebenfalls voll besetzten Nobel-Restaurant "Huaca Pucllana", direkt neben einer stimmungsvoll beleuchteten Pyramide aus der Prä-Inkazeit gelegen. Auch hier ist das Essen - vom Thun-fisch-Tartar bis zur Muschel-Ceviche - einfach sensationell gut. Ganz zu schweigen von einem Nachtisch wie "Sublime de chiri-moya con mousse de manjar y naranjitas confitadas" - ein einziger, bittersüßer, dekadenter Traum. Gäbe es nicht schon so viele andere Gründe, Südamerika zu besuchen: Alleine dieses Essen wäre eine Reise wert.
Reisetipps: In Lima speist man - nicht nur - in den Top-Restaurants exzellent und für vergleichsweise sehr viel weniger Geld als in Deutschland. Einige Spitzen-Restaurants im Stadtteil Miraflores: "Astrid y Gastón", Cantuarias 175; "La Rosa Náutica", Pier am Strand; "Huaca Pucllana", General Borgoña cuadra 8.
Antje Weber, 40, war zehn Jahre lang Redakteurin der Süddeutschen Zeitung. Seit 2006 lebt sie in Quito in Ecuador und berichtet als freie Autorin aus Südamerika.
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(sueddeutsche.de/dd)
UN-Tourismusorganisation
Träumen, planen, reisen
Schade und ich hatte mich schon darauf eingestellt etwas über den hessischen MP Koch und den anderen CDU-mitgliedern des Andenpaktes wie Wulff, Müller, Böringer oder Öttinger zu erfahren....