Am Tag zuvor habe ich in La Paz auf der Plaza Murillo vor dem Präsidentenpalast gestanden und gehofft, dass Evo mal rausschaut. "Ich habe ihn schon oft gesehen", prahlte ein Schuhputzer-Junge, aber an diesem Tag hatte Evo Besseres zu tun. Vielleicht läuft er auch nicht gerne an dem Denkmal direkt vor seiner Tür vorbei.
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In zunächst karger Berglandschaft windet sich die "Straße des Todes" auf einer Länge von 64 Kilometern 3345 Höhenmeter nach unten. (© Foto: Jacobs/Weber)
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Das Denkmal erinnert mit einem Zitat an den einstigen Präsidenten Gualberto Villarroel: "Ich bin kein Feind der Reichen, aber mehr ein Freund der Armen." Der Spruch dürfte Evo gefallen, doch nicht das Schicksal seines Vorgängers: Villar-roel wurde 1946 vom unzufriedenen Volk vom Balkon des Palasts geworfen und an einem Laternenpfahl aufgeknüpft.
Aber ich will nicht zuviel über Gefahren aller Art in Bolivien nachdenken. Ich muss mich konzentrieren. Inzwischen holpert mein Rad über Schottersteine, der Helm rutscht mir dauernd über die Augen, rechts von mir ragt eine Felswand auf, links gähnt ein verdammt tiefer Abgrund.
Ohne Blessuren geht es nicht
Führer Rusty lässt uns an jeder zweiten Haarnadelkurve anhalten, deutet auf Kreuze am Wegrand und erzählt Schauergeschichten: von jenem betrunkenen Fahrer, dessen LKW-Überreste man noch im Bachbett einige hundert Meter tiefer bestaunen kann. Von den vier toten Nonnen, die man in einem Auto da unten gefunden habe. Von den zwei Mountainbikern, die in diesem Jahr schon hier gestorben seien. Wahrscheinlich zu schnell in die Kurve gegangen, die beiden.
Auch in unserer Gruppe gibt es kleine Unfälle, ein Mädchen überschlägt sich beim Bremsen und kommt mit ein paar Abschürfungen davon. Der Rest fährt deutlich langsamer durch immer grünere, immer tropischere Landschaft. Tatsächlich kaum Verkehr. Bananenstauden am Wegrand, ein Schmetterling verfängt sich in den Speichen.
3300 Höhenmeter tiefer, in einer Dorfkneipe mit kühlem Bier, ist das Abenteuer dann auch schon zu Ende. Die Todesstraße - nur eine harmlose Touristenattraktion?
Das Abenteuer scheint heil überstanden? Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite - über die Rückfahrt.
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Bundespräsident Gauck in Nahost
Träumen, planen, reisen
Ich kann den Artikel auch nicht nachvollziehen. Einer unserer jüngeren Mitarbeiter ist
beim BMX-Fahren in Peru auch umgekommen. Was für eine Vergeudung eines Menschenlebens. Was müssen die Eltern des Opfers denken, wenn sie diesen Bericht lesen )
Wenn
So wie dieser Artikel aufgebaut ist, scheint es nur ein lustiger Thrill mehr zu sein
den die gelangweilte world-explorer community,halsbrecherisch erleben möchte. Die
traurige Pointe ist dann das T-Shirt. Ich bin enttäuscht, so etwas in der SZ zu lesen.
Nicht das wir uns falsch verstehen, Eine verantwortungsvolle Recherche über die Straße
wäre sicher ein vernünftiger Ansatz gewesen, aber nicht diese Prahlerei.
Es gibt Menschen, die ihren Urlaub gerne abseits von Saufen auf Mallorca und Wandern im Westerwald verbringen, und das hat nichts mit elitaer zu tun. Nur weil man damit nichts anfangen kann, muss nicht gleich die Loeschung eines Artikels gefordert werden. Sie sind aber herzlich eingeladen, mal was zuden schoenen Forstwegen Bayerns zu schreiben, vielleicht erwaermt sich ja jemand dafuer.
Mir jedenfalls hat der Artikel gut gefallen. Schliesslich lese ich Zeitung u.a. auch gerne deshalb, weil ich Informationen zu anderen Laendern und Gebraeuchen bekommen. Und die Anden sind alle mal eine Reise wert - auch mit dem Mountain Bike.
Entschuldigung, aber da kann ich jetzt nicht still sein. Den Artikel am besten gleich wieder löschen:
a) Den Artikel hab ich schon woanders gesehen (afaik gmx-Portal)
b) Muss man für so einen Unsinn Werbung machen? Kommt als nächstes ein netter Artikel übers S-Bahn-Surfen (weil auch gefährlich), oder ist das politisch dann doch zu unkorrekt? Oder ist S-Bahn-Surfen einfach nicht elitär genug?
c) Wo ist der Thrill dabei? Kommt im Artikel nicht ganz rüber. Den Tod kann man sich auch auf bayrischen Forstwegen holen - fragen Sie mal bei der Bayerischen Forstverwaltung nach.
d) Was hat das ernsthaft mit dem Land zu tun? Am Ende dieser an den Haaren herbeigezogene Kontext zur aktuellen Situation der Menschen im Land.
e) Ist eine Beleidigung des MTB-Sports
SCNR -