Überraschung bei Wissenschaftlern: Ein fast völlig zerstörter Teil des Korallenriffs vor Australien hat sich trotz der Belastungen durch den Klimawandel in Rekordzeit erholt.

Ein fast völlig zerstörter Teil der Korallen des berühmten Great Barrier Reefs in Australien hat sich ungeachtet der Belastungen durch den Klimawandel wieder erholt. Die Korallen in einem Abschnitt bei Keppel Island am südlichen Ende des Riffs hätten sich "in Rekordzeit" regeneriert, sagte Laurence McCook von der Behörde zur Erhaltung des als Weltnaturerbe eingetragenen Riffs.

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Normalerweise dauere es bis zu zehn Jahre, abgestorbene Korallen durch von entfernteren Riffs herangespülte Larven wiederzubeleben. Im konkreten Fall sei von der Substanz der Korallen auf dem abgestorbenen Riff genug übriggewesen, dass es innerhalb von zwölf Monaten wieder in voller Blüte stehen konnte.

McCook warnte dennoch vor den negativen Folgen der globalen Erwärmung auf die Korallengriffe. Die Erholung des Riff-Abschnitts sei auf eine seltene Kombination perfekter Bedingungen zurückzuführen.

Ohne Maßnahmen zur Wasserreinhaltung, gegen Überfischung und ohne eine stärkere Regulierung des Tourismus hätte sich das Riff nicht regenerieren können, sagte er.

Das Great Barrier Reef mit einer Ausdehnung von 345.000 Quadratkilometern gilt als der größte lebende Organismus der Welt. Seit Anfang der neunziger Jahre hat sich das Korallenwachstum verlangsamt. Experten führen dies auf die Erwärmung des Wassers und den höheren Säuregehalt zurück.

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(AFP/dd)