Granada im Süden SpaniensVon der Alhambra in die Zelle

Eine junge Schweizerin wurde im Burgpalast in Granada festgenommen - sie hatte versucht, einen Liebesbeweis in die Wand der meistbesuchten Touristenattraktion Spaniens zu ritzen.

Die Alhambra in Granada ist überwältigend, doch eine junge Schweizerin wurde beim Besuch der berühmten Burganlage von sehr viel persönlicheren Gefühlen bewegt, die ihr offenbar unter den Nägeln brannten. Das Wachpersonal erwischte die 18-Jährige, als diese versuchte, mit ihrem Fingernagel ein Herz in eine Gipswand des Weltkulturerbes zu schaben. Für die Wächter über die meistbesuchte Touristenattraktion in ganz Spanien war das keine Lappalie: Polizisten nahmen die Frau fest, sie musste eine Nacht in einer südspanischen Zelle verbringen. Der Ermittlungsrichter ließ die Touristin zwar gehen, wirft ihr aber die Beschädigung spanischen Kulturguts vor. Erst im August hatte ein Soldat aus Jordanien seinen Namen in eine Wand geritzt - er musste den Schaden ersetzen und Strafe zahlen.

In den USA gibt es Gesetze, die etwa das Tragen falscher Schnurrbärte in Kirchen untersagen. Derart skurrile Paragraphen können auch südamerikanische, asiatische und afrikanische Ländern bieten: Sonntags keine Schlangen essen! Kein Sex vor der Ehe - und mit Kängurus nur betrunken! Eine Auswahl der skurrilsten Gesetze im Ausland finden Sie auf den folgenden Seiten ...

Süddeutsche.de/dpa/kaeb

Bild: AFP 11. Januar 2012, 15:222012-01-11 15:22:00 © Süddeutsche.de