Bereits 1908 hatte Carter den britischen Aristokraten Lord Carnarvon kennengelernt, der die finanziellen Mittel für die Ausgrabungen nahe der Stadt am Nil zur Verfügung stellte und dabei über einen langen Atem verfügte. Denn jahrelang entdeckte der von ihm beauftragte Carter bei seinen Arbeiten im Tal der Könige zwar einige Grabanlagen, doch der Fund der in dieser Gegend vermuteten letzten Ruhestätte von Tutanchamun, einem bereits im Alter von etwa 18 Jahren verstorbenen Pharao, schien eine Illusion zu sein. 1922 stellte Carnarvon ein Ultimatum: Noch eine Grabungssaison wollte er mit seiner Grabungslizenz legitimieren und finanzieren, dann sollte Schluss sein. Wenige Tage nach Beginn der Grabungen telegrafierte Carter die ersehnte Nachricht: "Habe endlich wunderbare Entdeckung im Tal gemacht. Prächtiges Grab mit intakten Siegeln. (...)"

Howard Carter (links) mit Lord Carnarvon (rechts) vor der Tür zum vierten Schrein der Grabkammer des Tutanchamun

Bild: SCHERL 15. Februar 2013, 12:562013-02-15 12:56:57 © Süddeutsche.de/dd/dgr/bavo/cag