Von Petra Rapp

Skifahren ist für betagtere Menschen nicht besonders gesund und viel zu gefährlich - mit diesem Vorurteil räumt ein neues Kurskonzept gründlich auf.

Claudia ist solvent, hat Zeit und will ihr Leben genießen. Stress hatte sie genug im Leben, jetzt sucht die 63jährige Entspannung. Entspannung durch Bewegung, die sie fit und gesund hält, auch wenn Kraft und Ausdauer ein wenig nachgelassen haben und das Knie nach einem Unfall doch schon ein wenig zwickt.

(© Foto: DSLV)

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Claudia, früher leidenschaftliche Skifahrerin, ist eine von den sogenannten "Best Agers". Einer Generation, die in Zukunft enorm wächst und die der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) mit seinem neuen Konzept "Schnee vital" ganz individuell ansprechen möchte.

Kein Privileg junger Sportler

"Wir wollen mit unserem neuen Konzept beweisen, dass der Skisport kein ausschließliches Privileg junger Schneesportler ist. In unseren Profi-Skischulen sprechen wir deshalb jeden Freizeitsportler ab Mitte 40 aufwärts mit einem umfangreichen und sehr alterspezifischen Angebotspaket an", so DSLV-Präsident Christian Lechner.

Die richtige Ansprache der älteren Kunden ist dem DSLV dabei besonders wichtig: Der bei vielen unbeliebte Begriff "Senioren" wird tunlichst vermieden. Und auch die Skilehrer heißen hier nicht Skilehrer, sondern "Vital Coaches". Das sind spezifisch ausgebildete Trainer, die zuerst einmal zuhören, und ihre lebenserfahrene und oft sehr selbstbewusste wie anspruchsvolle Klientel als Individuum ernst nehmen sollen.

Begleiten statt belehren

Begleiten statt belehren heißt hier der Grundsatz. Deshalb sind die "Schnee vital"-Kurse auch keine Skikurse im herkömmlichen Sinne. Peter Hennekes, Hauptgeschäftsführer beim DSLV: "Unsere Kurse sind ein gemeinschaftliches Erleben und Erfahren, eine Kombination aus dosiertem Fitnesstraining und Erlebnistouren in der Winterlandschaft". Im Bereich Ski alpin werden die "Best Agers" darin zum Beispiel sanft und sehr individuell mit der für viele doch noch ungewohnten Carvingtechnik vertraut gemacht oder können ihren persönlichen Fahrstil durchaus auch auf hohem sportlichen Niveau weiter entwickeln.

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