Die Zahl der Übernachtungen russischer Touristen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Waren es 1997 noch weniger als 3000, ist die Zahl 2005 auf weit mehr als 14.000 geklettert. Und auch 2006 ist nach Angaben der Tourismusgesellschaft wohl wieder ein neuer Höchstwert erreicht worden.

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"Wir freuen uns über den starken Anstieg der russischen Gäste, da er uns zeigt, dass wir mit der Strategie, auf dem russischen Markt intensiv zu werben, richtig liegen", sagt Ries.

Modegeschäft-Besitzer Ostler beschreibt die Russen als "sehr angenehme Kunden" und erklärt auch gleich, was er damit meint: "Sie kaufen gerne und kaufen gerne Marke, also hochwertige Sachen." Von der Kaufkraft der russischen Gäste profitiert auch die Immobilienbranche. In Österreich, beispielsweise in Kitzbühel, könnten Russen nur schwer eine Wohnung kaufen, sagt Immobilienmakler Bernd Winkler.

Prominentester Gast: Milliardär Abramowitsch

"Hier geht das wesentlich leichter, deswegen sind sie gerne hier." Und Winkler bestätigt auch Gerüchte, dass russische Investoren ein prächtiges Hotel in der Gemeinde bauen wollen. "Der Wille ist da", sagt er, will aber keine näheren Details nennen. "Ich kann nicht Dinge in die Welt setzen, die noch nicht in trockenen Tüchern sind."

Bereits fündig geworden sein soll in Garmisch-Partenkirchen der wohl bekannteste russische Milliardär Roman Abramowitsch. Der Eigentümer des englischen Fußballclubs FC Chelsea gilt im Ort als Besitzer des "Leitenschlössls", das zuvor der Tochter des früheren russischen Präsidenten Boris Jelzin gehört haben soll.

Laut Ostler wurde Abramowitsch in Garmisch-Partenkirchen zwar noch nicht gesehen, dafür aber seine Frau. Nach einer bedeutungsschweren Pause verrät er: "Sie war Kundin bei uns." Mehr will er dazu nicht sagen. "Da wahre ich Diskretion." Verderben mag man es sich mit der zahlungskräftigen Klientel aus Russland natürlich nicht.

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(sueddeutsche.de/ddp-bay)