Seinem Ärger über Air-Berlin-Chef Joachim Hunold, der auf Mallorca-Flügen kein Katalanisch einführen will, hat ein spanischer Politiker im Internet Luft gemacht.
Aus Verärgerung hat ein ehemaliger katalanischer Abgeordneter die Fluggesellschaft Air Berlin als "Air Goebbels" bezeichnet. Joán Puig Cordón reagierte damit in seinem Internet-Blog auf die Weigerung des Unternehmens, auf Flügen nach Mallorca die regionale Sprache Katalanisch einzuführen.
Air-Berlin-Chef Joachim Hunold will Katalanisch auf seinen Mallorca-Flügen nicht hören. (© Foto: dpa)
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Puig von den Linksnationalisten ERC erneuerte zudem seine Forderung, Air Berlin müsse sich für die "Beleidigung" der katalanischen Sprache entschuldigen.
Schon zuvor hatte Puig auf der Seite von Air-Berlin-Chef Joachim Hunold verlangt, er solle nach seinem "ungeheuerlichen Angriff" für seine Äußerungen "um Vergebung bitten". In das Logo der Airline montierte der Ex-Abgeordnete ein Hakenkreuz.
Eine Sprecherin der deutschen Botschaft in Madrid bezeichnete die Äußerungen Puigs als "inakzeptabel". Air Berlins Spanien-Direktor Alvaro Middelmann hatte bereits nach der ersten Attacke rechtliche Schritte gegen den Ex-Abgeordneten angekündigt.
"Gewöhnungsbedürftige Aussprache"
Auslöser für den Streit war ein Artikel Hunolds, in dem er es als "Rückfall in mittelalterliche Kleinstaaterei" bezeichnete, dass eine Abteilungsleiterin der balearischen Landesregierung ihn schriftlich um die Einführung von Katalanisch auf Flügen nach Mallorca gebeten hatte. Der Air-Berlin-Chef kritisierte, dass auf vielen Schulen der bei den Deutschen besonders beliebten Ferieninsel Spanisch mittlerweile als Fremdsprache gelehrt werde.
Er merkte außerdem an, dass die ortsansässige Aussprache "Platscha del Palma" für den einst als "Playa de Palma" bekannten Strand "gewöhnungsbedürftig ist, und nicht eben an die Sprache eines Weltreichs erinnert". Air Berlin ist mit wöchentlich Hunderten Direktflügen nach Mallorca die wichtigste Fluglinie auf der Baleareninsel.
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(AFP/dd)
Bundespräsident Gauck
Träumen, planen, reisen
Ich bin für Bairisch auf allen Flügen von und nach Bayern. So ein nettes "Griaß Eich God" hört sich doch besser als ein banales "Willkommen an Bord" an.
Valenciano ist eben so wie Mallorquin ein katalanischer Dialekt. Mal schauen, was die Mallorcaner und die Vallencianos machen, falls Katalonien doch einmal unabhängig wird. Das Erste wäre vermutlich, dass sie wiederum von Katalonien unabhängig sein wollen...
Als ich vor ca. 15 Jahren meine damalige katalanische Freundin in Mollerussa besucht habe hatte ich zuvor einen Spanischkurs gemacht, der mir wenig brachte, da außer der Mutter niemand mit mir auf Spanisch sprechen wollte. Meine Freundin meinte ich solle Katala statt Spanisch lernen. Ich habe ihr daraufhin geantwortet, dass ich eine Weltsprache lernen will, und dass ich wegen einem Afrika Aufenthalt auch kein Suaheli lernen würde.
Anscheinend wird hier mal wieder frei interpretiert. Ich habe nirgends geschrieben, dass ich für den Spanischen Nationalismus bin, der ist genauso unagebracht wie der der Kleinstaater im Lande Spanien.
Sie machen auch keinerlei Referenzen zu all den anderen aufgestellten Behauptungen, ebenso wie diese, dass man sich in Deutschland mit dem Nationalismus schwer tue. Nun, ich glaube zig tausende schwarz-rot-goldene Fahnen auf Autos, Häusern etc. beweisen derzeit das Gegenteil.......
Desweiteren ist es ja wohl unangefochten, dass der Nationalismus in seiner extremsten Form zu den grossen Europäischen Konflikten geführt hat, dass wir als Deutsche davon gebrannt sind ist eine natürliche Reaktion. Dass was in Katalonien und im Baskenland von einigen wenigen Politikern ständig angefacht wird, ist ein Spiel mit dem Feuer und hätte in anderen Zeiten unweigerlich zum Konflikt geführt. Weder in Katalonien noch im Baskenland denkt eine Mehrheit der Bevölkerung wie es die Politiker tun, die letzten regionalen Wahlen in Katalonien haben dies eindrucksvoll bewiesen.
Es ist Zeit dieses ewige Revanchedenken im Lande Spanien zu beenden, und das Geld für andere Dinge auszugeben, wenn das alles so rosig währe wie sie darlegen, dann können Sie mir sicher erklären wie es in Spanien innerhalb von nur 5 Montaen zu einem wirtschaftlichen Kollaps kommen konnte, wáhrend die Kollegen der Politik sich die Rübe mit ihrer Kleinstaaterei ainhauen.
Spanien, Katalonien, und was sonst noch alles dazugehört täten gut daran ihr Geld in folgende Projekte zu stecken:
Ausbau einer wirklich leistungsfähigen Infrastruktur, nicht die Rumplepisten die man allseits sehen kann
Einführung einer Berufschule und einer Berufsausbildung
Einführung eines Mehrstufigem Sozialsystems nach Deutschem, holländischem oder sonst einem Vorbild, was die Bevölkerung effektiv vor solchen Krisen sichert
Einführung eins landesdeckenden öffentlichen Schulsystems, dessen Ausbildungspläne sich mit einem einem Staatsabkommen überparteilich abschliessen lassen
Einsatz von Solarenergie
Güter von der Strasse auf die Schiene
wenn das alles mal erledigt ist, können wir uns über Autobahnschilder in Katalanisch, Valencianisch oder auf Andalusich unterhalten, solange bitte Hirn einschalten und dann losmachen, und die Objektivität vor irgedwelcher Politischen Meinung gelten lassen
1. Katalanistisch oder spanisch-nationalistisch sind für mich zwei Seiten der gleichen Medaille. Ich mache da keinen Unterschied. Sie offenbar schon: der spanische Nationalismus ist Ihnen recht, der regionale nicht. Mir ist klar, daß man als Deutscher bereits mit dem Begriff "Nationalismus" Probleme hat. Dafür können jedoch die Spanier nichts.
2. Ich habe nichts zum Baskenland geschrieben. Das wäre ein weites Feld.
3. Was genau ist Ihnen am Wirtschaftskreislauf unklar?
4. Es gibt auch in Deutschland und vermutlich in den meisten anderen Ländern verschiedene Polizeicorps. Das ist nun wahrhaftig nichts besonderes.
5. Wenn Sie meine Kommentare hier und in http://www.sueddeutsche.de/reise/artikel/465/178919/ gelesen hätten, würden Sie merken, daß ich versuche zu differenzieren. Rundumschläge sind meine Sache nicht.
Wenn Sie mir bitte den Unterschied zwischen einer Katalnistische Partei und einer national Spanischen sagen könnte?
Vielleicht kommen Sie ja dann auch dazu uns mal allen klarzumachen, warum man im Baskenland nicht frei wählen kann, und warum anders denkende Politiker, Lehrer, Dozenten, Unternehmer einen Leibwächter brauchen oder auswandern müssen. Das hat es schon unter Hitler gegeben.
Was bringen den die Investitionen die Strassenschilder auf irgendeiner Regionalsprache zu drucken? Bitte auch hier mal eine detaillierte Information, ich lasse mich gerne informieren und ändere meine Meinung gerne, nur wird da wenig passieren.
Bisher haben wir hier vier verschieden Polizeicorps (guardia civil, policia nacional, guardia urbana und mossos de la escuadra) sowie zahllose private Wachdienste, bitte auch hier mal die Erklärung wozu man all diese untereinander nicht vernetzten Polizeieinheiten braucht? Besonders wenn man zudem noch seinen Privaten bruacht um sicher zu gehen, dass man nicht beklaut wird.
Ich weiss nicht von wo sie schreiben, aber hier ist doch schon eine stark rot-gelb-rot-gelb gefärbte Brille im Einsatz. Die kKeinstaaterei hilft doch niemandem ausser irgendwelche Rachegefühle aus der Franco-Zeit zu beruhigen. Je länger der Unsinn geht, desto grösser werden die Kluften in der Spanischen gesellschaft. Unternehmen in Barcelona tun sich schon heute schwer Personal aus dem Rest von Spanien zu finden, und die Katalanen sind im Rest des Landes auch nicht gerade beliebt, von den Basken ganz zu schweigen.
Es hat nichts mit libarlität, oder irgendeiner anderen Politischen Auffassung zu tun, aber für weitere Kosten ist in Spanien kein Platz.
@BIG BOY: Da Sie so schön von "Schmarrn" reden: Bayern im 15 Jh. von den Römern besetzt? ERC rechtsgerichtet? ZP unterstützt Herri Batasuna?
Was die Kosten betrifft: Das Geld, das in die "normalització ligüística" investiert wird, fließt in die freie Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze, aus denen wiederum Steuern abgeschöpft werden. Damit subventioniert Katalonien u.a. die armen Regionen Spaniens. (Mir ist klar, daß das vielen Katalanen nicht paßt, aber auch in Deutschland streitet man um den Länderfinanzausgleich.)
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